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Lupe Nasa-Shuttles bleiben weiterhin am Boden

Ursprünglich wollte die Nasa noch in diesem Jahr Shuttleflüge wieder aufnehmen. Doch die Implementierung neuer Sicherheits-Maßnahmen erfordert mehr Zeit.

Die US-amerikanische Weltraumbehörde Nasa hat sämtliche Aktivitäten des «Return-to-Flight»-Programms für die Spaceshuttles untersucht. Wie die Behörde jetzt mitteilte, wird der erste Flug nach dem Unglück der «Columbia» nun für das Frühjahr 2005 geplant.
Weitere Tests
Als mögliche neue Starttermine waren bereits der Dezember 2003 und zuletzt September/Oktober 2004 angegeben worden. Die erneute Verschiebung auf März/April 2005 begründete Nasa-Mitarbeiter Michael Kostelnick mit weiteren Tests, die erforderlich seien. So soll eine größere Fläche der externen Tanks der Shuttles auf mögliche Verluste des Isolierschaums unter Belastung untersucht werden.

Ein heraus gebrochenes Stück Isolierschaum von etwa der Größe eines Reisekoffers hatte beim Start der Columbia im Februar des vergangenen Jahres die Hitzekachelung einer Tragfläche beschädigt. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre drang heiße Luft durch die undichte Stelle und führte schließlich zum Auseinanderbrechen der Raumfähre. Alle sieben Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.

Ersatz-Shuttle am Boden
Ähnliche Schäden an der Hitzekachelung sollen zukünftig mit einem neuen Kamerasystem gefunden und untersucht werden können. Dieses müsse noch gestaltet und konstruiert werden, teilte die Weltraumbehörde am gestrigen Donnerstag mit.

Bei einem Notfall während des geplanten Flugs der Raumfähre «Discovery» könnte die Besatzung zunächst auf der Internationalen Raumstation untergebracht werden, hatte die Nasa bereits zuvor bekannt gegeben. Das Shuttle «Atlantis» solle bereit stehen um sie dann von dort abzuholen. Das Zeitfenster für den Discovery-Start liegt nach der aktuellen Planung zwischen dem 8. März und dem 18. April 2005. (nz)