netzeitung.deWeitest entfernte Galaxie entdeckt

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Der Galaxienhaufen Abell 2218 verstärkt das Licht der Galaxie in Rekord-Entfernung. (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Galaxienhaufen Abell 2218 verstärkt das Licht der Galaxie in Rekord-Entfernung.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das Hubble-Teleskop scheint auf seine alten Tage noch für Überraschungen gut zu sein: Mit dem Teleskop wurde die entfernteste Galaxie erspäht.

Blick in die Vergangenheit: Die weitest entfernte bekannte Galaxie liegt in etwa 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde. Mit dem Hubble-Teleskop haben Astronomen jetzt das Licht untersucht, das diese Galaxie abstrahlte, als das Universum erst ein Zwanzigstel seines heutigen Alters erreicht hatte.
Das Ende des dunklen Zeitalters
Auf einer Tagung in Seattle im US-Bundesstaat Washington haben Forscher jetzt Ergebnisse vorgestellt, die sie mithilfe einer so genannten Gravitationslinse gewonnen haben. Der Sternenhaufen Abell 2218 bündelt durch seine Schwerkraft das Licht von der Erde aus betrachtet dahinter liegender Galaxien. So konnten die Forscher durch das Hubble-Teleskop und das Keck-Teleskop auf Hawaii einen Blick auf das Ende des «Dunklen Zeitalters» werfen.

Sie entdeckten eine Galaxie aus einer Zeit, in der sich aus molekularem undurchsichtigen Wasserstoff die ersten Sterne bildeten und das Universum seine heutige transparente Form annahm. Das Licht, das die Galaxie etwa 750 Millionen Jahre nach dem Urknall abstrahlte, zeigt dass sie mit rund 2000 Lichtjahren Durchmesser eher ein kosmischer Zwerg ist. Doch sei sie auch ein sehr aktives Zentrum der Sternenbildung gewesen, teilten die Forscher am gestrigen Sonntag mit. (nz)