12.01.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Die Raumstation ISS
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Ursache für den Druckabfall auf der Internationalen Raumstation ISS ist gefunden. Ein Schlauch hatte einen Riss.
Die Besatzung der
International Space Station (ISS) hat nach längerer Suche ein Leck entdeckt und den Schaden behoben. Der Grund für den Druckabfall sei ein Riss in einem Abflussschlauch eines Bullauges im US-Modul «Destiny» gewesen, berichteten russische Nachrichtenagenturen am Montag.
Druck steigt wieder anVor Weihnachten registrierte die Nasa erstmals einen geringen Druckabfall. In den folgenden Wochen konnte die Ursache nicht gefunden werden. Ein Luftleck der Station hatte die Weltraumbehörde zunächst ausgeschlossen.
Mit Hilfe von Kontrollgeräten hätten die Astronauten Michael Foale (USA) und Alexander Kaleri (Russland) den Riss gefunden. Inzwischen sei der Schlauch bereits ausgetauscht. Jetzt werde in den einzelnen Modulen der wieder ansteigende Druck geprüft.
Keine Gefahr für AstronautenIm Lauf der Suche war auch die Möglichkeit eines Lecks der Außenhaut der Station infolge einer Kollision mit Weltraumschrott in Erwägung gezogen worden. Die beiden Männer auf der ISS seien aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, teilten die beiden Flugzentren in Houston (Texas) und Koroljow bei Moskau mit.
Beide Astronauten haben Erfahrungen mit der Beseitigung von Lecks. Auf der russischen Raumstation Mir hatten beide schon einmal einen solchen Defekt beheben müssen. (nz)