netzeitung.deStaubfänger trifft Kometen

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Illustration: Die Sonde Stardust bei der Annäherung an Wild-2 Bild: Nasa (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Illustration: Die Sonde Stardust bei der Annäherung an Wild-2 Bild: Nasa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Eine Nasa-Sonde soll Proben vom Staub eines Kometen sammeln und zur Analyse zurück zur Erde bringen. Heute tritt sie in den Schweif von «Wild-2» ein. Bilderschau: Mission Stardust

Wildes Rendezvous: Die Nasa-Sonde «Stardust» tritt am heutigen Freitag für etwa eine halbe Stunde in die Staub- und Gaswolke ein, die den Kometen «Wild-2» umgibt. Sie wird den Kometen in etwa 300 Kilometer Entfernung passieren. Die Staubproben sollen Forschern Rückschlüsse auf das junge Solarsystem und die Entstehung von Leben ermöglichen.
Grundbausteine des Lebens
Nach ihrem Start am 7. Februar 1999 ist das heutige Rendevousz der Höhepunkt der «Stardust»-Mission. Mit einer Geschwindigkeit von mehr als sechs Kilometern pro Sekunde durchfliegt die Sonde den Kometenschweif. Ein etwa Tennischläger-großes Instrument soll dabei Staubproben sammeln. Im Januar 2006 erwarten die Astronomen der US-amerikanischen Weltraumbehörde Nasa die Sonde samt des Kometenstaubs auf der Erde zurück.

Für das heutige Zusammentreffen wurde das Sammelgerät der Sonde gedreht. Bislang hatte die andere Seite des Staubfängers interstellare Partikel gesammelt. Das Material, das der Komet freisetzt, wird auf ein im Vergleich zum Instellarstaub weit höheres Alter von rund 4,5 Milliarden Jahren geschätzt. Anhand der Analyse und des Vergleichs der Proben hoffen die Forscher Informationen über die Zusammensetzung des jungen Sonnensystems zu gewinnen.

Zudem soll die These überprüft werden, ob Kometen die Quelle organischer Moleküle sein könnten. Diese könnten als Grundbausteine die Entstehung von Leben auf der Erde ermöglicht haben. (nz)