netzeitung.deBewohnbare Zone der Milchstraße wächst

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Die bewohnbare Zone dieser Spiralgalaxie ist grün eingefärbt. Bild: Yeshe Fenner/Space Telescope Institute (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die bewohnbare Zone dieser Spiralgalaxie ist grün eingefärbt. Bild: Yeshe Fenner/Space Telescope Institute
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Forscher haben die chemischen Voraussetzungen für komplexes Leben untersucht. In der Milchstraße liegen demnach zahlreiche geeignete Sternensysteme.

Bis zu zehn Prozent der Sternensysteme der Milchstraße könnten Leben beherbergen. Das besagt eine Analyse der chemischen Evolution unserer Galaxis.
Suche nach Muttersternen
Ein australisches Forscherteam um Charles Lineweaver von der University of New South Walers in Sydney hat die Grenzen der bewohnbaren Zone der Milchstraße untersucht. In einem Computermodell simulierten sie die Entstehung und Verteilung möglicherweise lebensfreundlicher Systeme, die vier Bedingungen erfüllen:

Voraussetzung ist zunächst die Anwesenheit eines «Muttersterns». In dessen System müssen genügend schwere Elemente vorhanden sein, um erdähnliche Planeten bilden zu können. Sie müssen bereits lange genug existieren, um Planeten mit komplexem, mehrzelligem Leben beherbergen zu können. Als Mindestwert nahmen die Forscher vier Milliarden Jahre an – etwa die Zeit, in der sich das Leben im Sonnensystem entwickelte. Schließlich durften sich in der Nachbarschaft der Systeme keine todbringenden Sternenexplosionen ereignet haben.

Bewohnbarer Ring
Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Magazins «Science» berichten, bildet die bewohnbare Zone der Milchstraße einen Ring, der zwischen 23.000 und 29.000 Lichtjahren Entfernung vom Zentrum der Galaxis liegt. Die Sterne innerhalb dieses Rings sind vier bis acht Milliarden Jahre alt. Drei von vier sind älter als die Sonne.

Das Modell zeigte, dass die bewohnbare Zone seit der Entstehung der Milchstraße gewachsen ist. Die Forscher nehmen an, dass sie sich weiter um den zentralen Ring in etwa 26.000 Lichtjahren Entfernung vom Zentrum der Milchstraße ausdehnen wird. Sie schließen jedoch nicht, dass außerirdisches Leben wahrscheinlich sei. In das Modell seien nur vereinfachte Voraussetzungen für die Entstehung lebensfreundlicher Systeme eingeflossen. Die Aussagen müssten zudem noch an der Erforschung extrasolarer Planeten überprüft werden. (nz)