netzeitung.de«Duo» soll Licht ins dunkle Universum bringen

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Vorläufer-Modell des Röntgen-Detektors Duo. (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Vorläufer-Modell des Röntgen-Detektors Duo.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Bei einer neuen Mission zur Erforschung der dunklen Seite des Universums könnte ein in Deutschland entwickeltes Röntgenteleskop zum Einsatz kommen.

Die US-amerikanische Weltraumagentur NASA plant eine Mission zur Erforschung der «Dunklen Energie» im Universum. Ihre Kräfte werden für die beschleunigte Ausdehnung des Universums verantwortlich gemacht. Kernstück des Satelliten könnte eine vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik entwickelte Röntgenkamera sein.
Tausende Galaxienhaufen
Das «Dark Universe Observatory» (Duo) soll zudem mit sieben Röntgenteleskopen der Firma Carl Zeiss ausgestattet werden, teilte die Max-Planck-Gesellschaft am Mittwoch mit. Die Nasa hat den Vorschlag zur Duo-Mission von Richard Griffiths von der Carnegie Mellon University jetzt mit vier anderen Satelliten-Vorschlägen aufgegriffen. In einer fünfmonatigen Studienphase soll nun geprüft werden, wie Duo im Jahr 2007 in eine Erdumlaufbahn gebracht werden könnte.

Von dort aus soll der Satellit in seiner zweijährigen Betriebszeit zwei Himmels-Durchmusterungen durchführen: Die erste wird denselben Himmelsbereich wie die optische Untersuchung Sloan Digital Sky Survey abdecken. Dabei werden 8000 Galaxienhaufen – die größten zusammenhängenden Objekte im Universum – bis zu einer Entfernung von etwa 6 Milliarden Lichtjahren erfasst. Die zweite, tiefere Durchmusterung soll etwa 1800 Galaxienhaufen bis zu Entfernungen von 8 Milliarden Lichtjahren entdecken.

Aus der Dynamik von Galaxien und der Beobachtung von Galaxienhaufen wollen die Astronomen ableiten, welche Rolle der Dunklen Energie bei der Ausdehnung des Universums zu kommt. Heute geht man davon aus, dass das Universum nur zu vier Prozent aus «normaler» Materie, zu 73 Prozent aus Dunkler Energie und zu 23 Prozent aus Dunkler Materie besteht. (nz)