netzeitung.deScharfe Bilder vom Mars

 Herausgeber: netzeitung.de

Das schärfste Bild vom Mars mit einer Auflösung von etwa sechs Kilometern. (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Das schärfste Bild vom Mars mit einer Auflösung von etwa sechs Kilometern.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Am gestrigen Mittwoch kam der Mars der Erde besonders nahe. Forscher nutzten die Gelegenheit für Detail-Aufnahmen mit dem Hubble-Weltraumteleskop.

Das Hubble-Weltraumteleskop wurde in den vergangenen Tagen auf den Mars gerichtet. Der Rote Planet kam der Erde so nahe wie seit fast sechzigtausend Jahren nicht mehr. Astronomen der US-amerikanischen Weltraumbehörde nutzten die Gelegenheit für detailreiche «Nah-Aufnahmen».
Das schärfste Bild
Das bislang schärfste Bild vom Roten Planeten wurde bereits am vergangenen Sonntag fotografiert. Die Aufnahme wurde aus einer Distanz von etwa 55,8 Millionen Kilometern gemacht. Die hochauflösende Kamera des Teleskops zeigt Details bis zu einer Größe von etwa sechs Kilometern.

Bei der linienartigen Struktur, die in der Bildmitte von links außen nach rechts verläuft, handelt es sich um das Valles Marineris, ein rund 4000 Kilometer langes Schluchten-System. Links darunter ist in dem Bild der «Sonnensee» Solis Lacus zu erkennen. Auf der rechten Bildseite liegt die von Einschlägen gezeichnete Staubwüste Arabia Terra. Die hell erscheinende Wüste in der oberen Bildmitte wird Xanthe Terra genannt. Dort ist im Jahr 1976 die Nasa-Marssonde Viking 1 gelandet.

Die zwei Gesichter des Mars
Im Abstand von elf Stunden nahm das Teleskop Bilder beider Marsseiten auf (siehe unten). Links ist ein zusammengesetztes Bild aus Fotografien, die am gestrigen Mittwoch zwischen 0:20 Uhr und 1:12 gemacht worden sind. Das rechte zusammengesetzte Bild zeigt den Mars bei seiner größten Annäherung an die Erde. Diese Fotografien wurden zwischen 11:35 Uhr und 12:20 Uhr mit der Wide Field and Planetary Camera 2 des Hubble-Teleskops gemacht.

Der Rote Planet hatte sich fast um 180 Grad gedreht und war der Erde noch etwa 2250 Kilometer näher gekommen. Die geringste Distanz zwischen den Planeten betrug 55.757.930 Kilometer.

Auf der rechten Kollage ist der größte Vulkan des Sonnensystems, der Olympus Mons, als ovales Objekt oberhalb der Bildmitte zu erkennen. In beiden Bildern ist die südliche Polkappe aus gefrorenem Kohlendioxid zu sehen. Sie ist vergleichsweise klein, weil auf der Südhalbkugel des Mars zur Zeit Sommer herrscht. (nz)


Für das Web ediert von Patrick Eickemeier