Asteroidenschutz durch Atmosphäre unterschätzt
Ein Objekt von 220 Metern Durchmesser trifft nach ihren Berechnungen nur etwa alle 170.000 Jahre auf die Erdoberfläche. Bisherige Schätzungen waren von einem solchen verheerenden Einschlag alle drei- bis viertausend Jahre ausgegangen. Doch auch kleinere Bruchstücke stellten eine Gefahr für das Leben auf der Erde dar. «Es gibt überwältigende Beweise dafür, dass Einschläge aus dem Weltraum Katastrophen für das Leben auf der Erde verursacht haben und das wieder tun werden», sagt Bland.
Die russische Forscherin hat das «Separate-Fragmente-Modell» entwickelt. Darin werden die Kräfte berücksichtigt, die auf jedes einzelne Bruchstück wirken. In Simulationen mit beiden Modellen ließ Artemieva Asteroiden aus Eisen oder Gestein in verschiedenen Größen bis zu einem Kilometer Durchmesser auf die Erde prallen. Die eisernen Himmelskörper gelangten in beiden Modellen bis zur Erdoberfläche. Doch die Gesteinsbrocken – in der Simulation von einem Kilogramm bis zu einer Milliarde Tonnen schwer – zerbrachen meist in der Atmosphäre.
Die Forscher schließen daraus, dass steinerne Asteroiden etwa 1000 mal größer sein müssen als eiserne Objekte, um einen ähnlich großen Krater zu hinterlassen.
Für das Web ediert von Patrick Eickemeier
