Es ist das erste Mal, dass nachgewiesen werden konnte, dass ein Asteroid tatsächlich durch innere Wärme erhitzt wurde. Quelle für die Hitze war die Zerfallswärme des kurzlebigen Aluminum-Isotops Al-26, das nur im frühen Sonnensystem aktiv war. Wegen der sehr kurzen Halbwertszeit von Al-26 von nur 720.000 Jahren musste sich der Asteroid innerhalb weniger Millionen Jahre sehr schnell bilden, damit überhaupt noch eine effektive Aufheizung möglich war.Der Astrophysiker John Wood von der Harvard University in Cambridge, Massachusetts, kommentiert die Ergebnisse des Heidelberger Teams in derselben Ausgabe von «Nature». Die Tatsache, dass die Planetesimale offenbar aus verschiedenen, noch heute unterscheidbaren Lagen bestanden, deren äußere «Schalen» am schnellsten abkühlten, inspiriert ihn zu einem Vergleich: H-Chondriten stammen von Asteroiden ab, die ähnlich wie Zwiebeln aufgebaut waren.
Einer der Co-Autoren der Studie, der Pariser Chemiker und Mineraloge Paul Pellas, ist inzwischen verstorben. Fast sein ganzes wissenschaftliches Leben hatte er sich mit den Methoden, die den jetzigen Ergebnissen zugrunde liegen, der so genannte Thermochronometrie, beschäftigt. John Wood nennt die Publikation in «Nature» denn auch einen «posthumem Triumph» für den «charismatischen Forscher». (nz/jkm)