netzeitung.deNeue Hubble-Kamera installiert

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Astronaut Michael Massimino in der Ladebucht der Columbia. (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Astronaut Michael Massimino in der Ladebucht der Columbia.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Reparatur des Hubble-Teleskops verläuft nach wie vor ohne Zwischenfälle. Auch das heutige Missionsziel wurde erreicht: Hubble hat ein neues Auge.

«Ihr habt gerade vielen Doktortiteln in den kommenden Jahren den Weg bereitet», so kommentierte US-Astronaut Rick Linnehan die erfolgreiche Installation der neuen «Advanced Camera for Surveys» (ACS) des Weltraumteleskops Hubble durch seine Kollegen James Newman und Michael Massimino. Es war der Höhepunkt des vierten von insgesamt fünf Weltraum-Spaziergängen, der am heutigen Donnerstag gegen 10 Uhr begonnen hatte.
Letztes Original-Instrument entfernt
Newman und Massimino entfernten zunächst die alte «Faint Object Camera», das letzte der Original-Instrumente, mit denen Hubble 1990 ins All geschickt worden war. An ihrer Stelle setzten sie dann das 87 Millionen Euro teure neue Gerät ein, von dem sich Astronomen einen wesentlich besseren Blick auf weit entfernte Galaxien und Quasare erhoffen. Erste Aufnahmen der neuen Kamera wird es allerdings erst in einigen Wochen geben.

Wie bei den vorangegangenen Außenmissionen wurde die Crew im All von Astronautin Nancy Currie unterstützt, die vom Shuttle aus den Roboterarm der Columbia steuerte. Ebenfalls von der Columbia aus koordinierten die Astronauten John Grunsfeld und Rick Linnehan die Arbeit ihrer Kollegen. Grunsfeld und Linnehan werden am Freitag letzte Reparaturen an Hubble vornehmen. Wichtigstes Ziel dieses fünften Weltraum-Spaziergangs ist die Montage eines Kühlsystems für die Infrarot-Kamera des Teleskops.

Bislang sind die Arbeiten am Hubble-Teleskop ohne größeren Zwischenfall verlaufen. In den vergangenen Tagen hatte die Columbia-Crew verschiedene Reparaturen zur Verbesserung der Stromversorgung des Teleskops durchgeführt. So erhielt Hubble zwei leistungsstärkere Sonnensegel sowie eine neue «Power Control Unit». Befürchtungen, dass sich Hubble nach dem Austausch der Kontrolleinheit nicht wieder hochfahren ließe, haben sich nicht bestätigt.

Die Mission der Columbia endet voraussichtlich am Dienstag mit der Rückkehr zur Erde.


Für das Web ediert von Thomas Trösch