Schwierige Hubble-Reparatur erfolgreich
06.03.2002
Herausgeber: netzeitung.de
Astronaut John Grunsfeld im Einsatz.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Astronauten der Raumfähre Columbia haben ihren dritten Außeneinsatz beendet. Der «Eingriff am offenen Herzen» des Hubble-Teleskops ist offenbar erfolgreich verlaufen. Weltraum
Aufatmen bei der Nasa und den Verantwortlichen des Weltraumteleskops Hubble: In einer mehr als sechsstündigen Außenmission konnten die beiden US-Astronauten John Grunsfeld und Rick Linnehan ein wichtiges Bauteil des Teleskops ersetzen. Erste Tests mit Hubble zeigen, dass die Reparatur erfolgreich war.
Leck brachte Zeitplan durcheinanderDer Austausch der so genannten «Power Control Unit» galt als besonders riskant, da das Teleskop während der Arbeiten komplett abgeschaltet werden musste - zum ersten Mal seit seiner Inbetriebnahme vor zwölf Jahren. Experten verglichen die Reparatur mit einer Herz-Transplantation.
Die Astronauten mussten unter besonderem Zeitdruck arbeiten, da sich ihr Ausstieg am Morgen um mehr als zwei Stunden verzögert hatte. Ein Leck im Kühlsystem des Raumanzugs von John Grunsfeld war erst kurz vor Verlassen der Raumfähre entdeckt worden.
Bei ihrer Arbeit im All wurden die beiden Astronauten von ihrer Kollegin Nancy Currie unterstützt, die vom Shuttle aus den Greifarm der Columbia steuerte.
In den vergangenen Tagen waren bei zwei Außenmissionen die beiden Solarsegel des Teleskops ausgetauscht worden. Für die kommenden Tage sind zwei weitere Weltraum-Spaziergänge geplant. Dabei soll Hubble unter anderem mit einer leistungsstärkeren Kamera ausgestattet werden. Die auf insgesamt elf Tage angelegte Mission endet voraussichtlich am kommenden Dienstag mit der Rückkehr der Columbia zur Erde. (nz)