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Sonnenaktivität erreicht neues Maximum

22. Jan 2002 08:49
Sonnenflecken
Überraschend aktiv zeigt sich unser Zentralgestirn derzeit. Sonnenflecken und Materieauswürfe deuten auf einen neuen Höhepunkt im Sonnenzyklus.

Die Sonne durchläuft derzeit eine Phase heftiger Aktivität. Anderthalb Jahre nach dem vermeintlichen Höhepunkt ihres aktuellen Zyklus zeigt sich auf dem Zentralgestirn plötzlich wieder eine überraschend große Zahl von Sonnenflecken, begleitet von Radioausbrüchen und koronalen Materieauswürfen.

Zweiter Gipfel

Mehr in der Netzeitung:
  • Solares Gas auf Abwegen 21. Nov 2001 12:34
  • Blick in den Sonnenfleck 07. Nov 2001 11:21, ergänzt 11:43
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  • Gewaltige Sonneneruption erwartet 30. Mrz 2001 08:34, ergänzt 15:15
  • «Der aktuelle Sonnenzyklus zeigt einen zweiten Gipfel», erklärt Sonnenforscher David Hathaway vom Marshall Space Flight Center der Nasa. Alle elf Jahre erreicht die Aktivität unserer Sonne - Sonnenflecken, koronale Massenauswürfe und Radioausbrüche - einen Höhepunkt. Das letzte «solare Maximum» war Mitte 2000, seitdem nahm die Sonnenaktivität langsam ab.

    «Das Maximum trat damals einige Monate früher ein, als von uns vorhergesagt», erläutert Hathaway. Auch der rasche Abfall der Aktivität erschien den Sonnenforschern verfrüht. Nun zeigt sich, dass ihre Skepsis berechtigt war. Die Zahl der Sonnenflecken erreicht derzeit ein neues Maximum, die Aktivität im Radiobereich ist sogar deutlich stärker als Mitte 2000.

    Vom Magnetfeld gesteuert

    Mehr im Internet:
    Die Aktivität der Sonne wird von ihrem Magnetfeld gesteuert, dass sich etwa alle elf Jahre umpolt. Die Vorgänge sind allerdings nicht genau regelmäßig, sondern teilweise chaotisch und deshalb für die Forscher nur schwer vorhersehbar. Auch das letzte Maximum der Sonnenaktivität in den Jahren 1989 bis 1991 wies bereits zwei getrennte Höhepunkte auf.

    Im vergangenen Jahr hatten Wissenschaftler entdeckt, dass Gasströme in einem bestimmten Bereich des Sonneninneren ihre Geschwindigkeit alle 16 Monate ändern. Diese Variationen, so spekuliert Hathaway, könnten möglicherweise für das Auftreten der doppelten Maxima verantwortlich sein. (nz/wsa)

     
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