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Fröhliche Wissenschaften: 

Raumfahrtchef glaubt an Aliens

17. Nov 2008 11:00
Aufblasbarer Außerirdischer
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Der oberste deutsche Weltallexperte glaubt an Außerirdische - Abgesehen davon will die Nasa trotz wirtschaftlicher Engpässe ein bemanntes Raumschiff zum Mars schicken.

Johann-Dietrich Wörner, Chef des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR), glaubt an intelligentes außerirdisches Leben. Er sagte der «Frankfurter Rundschau»: «Ich denke schon, dass es da draußen Aliens oder andere intelligente Lebensformen gibt, die Wahrscheinlichkeit spricht einfach dafür.

Aber so weit unsere physikalischen Gesetze stimmen, werden wir Aliens wohl nie kennenlernen.» Dagegen schließt Wörners Kollege von der Nasa, Michael Griffin, aus, dass es Außerirdische gibt. In dem gemeinsamen Interview kündigten die Wissenschaftler an, sie wollten auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiter an der Mission zum Mars arbeiten. «Wir arbeiten seit drei Jahren sehr hart daran, die ISS-Partner auch für dieses Programm zu begeistern, und daran werden wir auch festhalten», sagte Griffin.

Strahlungssichere Fahrzeuge

Wörner meinte: «Irgendwann werden Astronauten auch zum Mars und wieder zurückfliegen können, das wird klappen.» Noch sei nicht geklärt, wie Astronauten physisch und psychisch die monatelange Reise überstünden. «Nicht zu vergessen die Strahlungsfrage. Die Apollo-Astronauten hatten ja großes Glück, dass während der Mondmission kein heftiger Sonnenwind ausgebrochen ist, den sie womöglich nicht überlebt hätten», erklärte Wörner. «Für eine Marsmission kann man derartige Risiken nicht akzeptieren, man muss also strahlungssichere Fahrzeuge bauen.» Außerdem müsste die Energie für die Rückreise erst zum Mars transportiert werden.

Griffin sagte, für einen Ersatz des auslaufenden Spaceshuttle-Programms fehle schlicht das Geld. Für eine kurze Zeit würden deshalb nur die Russen die Astronauten zur ISS fliegen können. «Möglicherweise sind auch die Europäer bald in der Lage, Astronauten ins All zu schicken», sagte der Nasa-Chef. Zu seinem Kollegen sagte er: «Jan, dann würden wir von euch ein paar Tickets kaufen.»

Selbstbewusste Europäer

Wörner antwortete: «Gute Idee, technisch gesehen könnten wir den Job übernehmen. Wir haben das Columbus-Raumlabor an der ISS gebaut, auch der unbemannte Raumtransporter Automated Transfer Vehicle, ATV, fliegt bereits. Er ist in der Lage, vollautomatisch an die ISS anzudocken.» Der DLR-Chef meinte, es wäre sowieso vernünftig, unabhängig voneinander mit eigenen Systemen Menschen ins All bringen zu können. Das würde die Sicherheit erhöhen. Griffin stimmte dem zu. «Mit nur einem System können wir die Internationale Raumstation langfristig nicht am Leben erhalten, in die viele Milliarden investiert worden sind», sagte er. (nz/dpa)

 
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