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Nach Bilderbuch-Start in Cape Canaveral: 

Endeavour planmäßig auf Kurs zur ISS

15. Nov 2008 13:47
Der Mond schaute zu...
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Nach einem spektakulären Nachtstart ist der US- Shuttle «Endeavour» mit sieben Astronauten an Bord unterwegs zur Internationalen Raumstation ISS. Dort stehen Erweiterungen der Raumstation auf dem Programm und eine Party.

Nach dem reibungslosen Start am Freitagabend ist der Spaceshuttle «Endeavour» unterwegs zur Raumstation ISS. Das Andocken des Shuttle an die ISS ist für Sonntagabend geplant.

Die Raumfähre hob pünktlich am Freitagabend (Ortszeit, 01.55 MEZ Samstag) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. Der Start in der Dunkelheit, der stets besonders viele Zuschauer anlockt, verlief nach Angaben der US-Weltraumbehörde Nasa reibungslos. «Alle Systeme sehen gut aus», sagte ein Nasa-Sprecher. Rund neun Minuten nach dem Start löste sich der Raketenbooster vom Shuttle.

Toilette, Heimtrainer, Möbel...

Hauptaufgabe der zweiwöchigen Mission ist die Erweiterung der Raumstation. Im Gepäck des Shuttle finden sich eine neue Toilette, ein Heimtrainer sowie die Einrichtung für zwei weitere Schlafzimmer. Damit sollen vom nächsten Frühjahr an sechs statt der bisher drei Astronauten ständig auf der ISS leben können.

Außerdem sind wichtige Reparaturarbeiten am Drehgelenk eines der riesigen Sonnensegel vorgesehen, die die Stromversorgung garantieren. Das Drehgelenk ist bereits seit über einem Jahr defekt. Es heißt, das Gelenk müsse besser geschmiert werden. Insgesamt sind vier Außeneinsätze der Astronauten geplant.

...und eine Urin- Aufbereitungsanlage

Die Raumfähre liefert zudem eine Recycling-Anlage, die aus dem Urin der Astronauten sowie aus dem Kondenswasser der Atemluft Trinkwasser herstellen kann. Bisher musste Trinkwasser von der Erde herangeschafft werden. Dies gilt vor allem als unerlässlicher Schritt für längere Weltraummissionen etwa zum Mars oder für eine ständige Mondstation.

Außerdem werden die Astronauten mit den drei Bewohnern der ISS das zehnjährige Jubiläum der Station feiern. Das Jubiläum der «Grundsteinlegung» ist der 20. November. Vor dann genau zehn Jahren war eine russische Proton-Trägerrakete mit einem ersten, 24 Tonnen schweren Bauteil ins All gestartet.

Seit 2000 ist die Station, die mit ihren riesigen Sonnensegeln über 80 Meter Spannweite hat, ständig besetzt. Im Sommer 2006 war der Astronaut Thomas Reiter als erster Deutscher auf der ISS, Anfang 2008 kam das europäische Weltraumlabor «Columbus» hinzu. Gut ein Dutzend Nationen, neben den USA und Russland vor allem die Europäer, Japan und Kanada, sind mit von der Partie. (dpa)

 
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