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Weltraumtourist Garriott: 

Zurück aus dem Urlaub – aus dem All

24. Okt 2008 08:18
Glücklich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben: Richard Garriott
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So minutiös geplant ist wahrscheinlich keine Rückkehr aus dem Urlaub und so aufwendig: Um 5.37 Uhr MESZ ist die Kapsel des Weltraumfahrersohnes Garriott und der 17. ISS-Besatzung wieder auf der Erde aufgeschlagen.

Es war ein historisches Treffen im All: Die beiden Raumfahrer-Söhne Richard Garriott und Sergej Wolkow sind wieder sicher auf der Erde gelandet. Die Sojus-Kapsel mit dem US-Erfinder von Computerspielen, Garriott, der als Weltraumtourist zur Internationalen Raumstation gereist war, und dem Kosmonauten Wolkow schlug am Freitag plangemäß in der kasachischen Steppe auf. «Ich bin begeistert vom Flug und von den Kosmonauten», zitierte die Agentur Itar-Tass Garriott nach der Landung.

Die Kapsel berührte die Erde pünktlich um 5.37 Uhr MESZ nördlich der kasachischen Stadt Arkalyk. Laut Flugleitung in Moskau war der Zustand der insgesamt drei Raumfahrer «zufriedenstellend».

Mit Wolkow und Garriott hatten sich zum ersten Mal Söhne von Raumfahrern im All getroffen. Ihre Väter Alexander Wolkow und Owen Garriott sollten die beiden Männer am Freitag gemeinsam wieder auf der Erde zu begrüßen. Mit an Bord der Kapsel Sojus-TMA-12 war neben Wolkow auch der Kosmonaut Oleg Kononenko. Beide hatten als Mitglieder der 17. Langzeitbesatzung sechs Monate auf der ISS verbracht. Ihre Reise zurück zur Erde dauerte mehr als drei Stunden.

Erstmal ein Tee

«Start und Landung verliefen nach Plan», sagte der Sprecher der Flugleitung bei Moskau, Waleri Lyndin, nach Angaben der Agentur Interfax. Etwa 15 Minuten vor dem Aufschlag auf dem Boden öffnete sich der Fallschirm an der Sojus-TMA-12. Anschließend halfen Experten den drei Raumfahrern aus der Kapsel und versorgten sie bei leichtem Frost an Ort und Stelle mit Tee und warmer Kleidung. Sie sollten noch am Freitag in ein Flugzentrum in der Nähe Moskaus zur weiteren medizinischen Betreuung geflogen werden.

Wolkows Vater Alexander hatte Mitte der 1980er und Anfang der 1990er Jahre drei Weltraum-Einsätze absolviert. Garriott, dessen Vater Owen 1973 und 1983 für die NASA ins All flog, hatte für die Verwirklichung seines Lebenstraums rund 22 Millionen Euro bezahlt. An Bord des Sojus-Raumschiffes war Garriott am 12. Oktober mit dem Kosmonauten Juri Lontschakow und US-Astronaut Michael Fincke vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS gestartet.

Fincke und Lontschakow bleiben bis zum Frühjahr auf der ISS. Mit an Bord ist auch der NASA-Astronaut Gregory Chamitoff, der im November mit dem Shuttle «Endeavour» auf die Erde zurückkehren soll. Die beiden letzten Langzeitbesatzungen waren wegen technischer Probleme mit den Sojus-Kapseln bei ihrer Rückkehr zur Erde äußerst hart in der kasachischen Steppe gelandet. Alle technischen Probleme seien behoben worden, versicherte die russische Raumfahrtbehörde. (dpa)

 
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