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Shuttle-Mission erneut verschoben: 

Hubble muss bis 2009 auf Reparatur warten

30. Sep 2008 10:40
Atlantis auf Startplatz 39A. Im Hintergrund steht das Rettungsshuttle Endeavour
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Ein Computerausfall im Weltraumteleskop Hubble bringt den ganzen Shuttlefahrplan der Nasa durcheinander. Die Astronauten auf der Raumstation ISS können so auf früheren Besuch hoffen.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat eine Wartungsmission für das Weltraumteleskop «Hubble» bis nächstes Jahr verschoben. Eigentlich sollte die Raumfähre «Atlantis» in zwei Wochen, am 14. Oktober, starten. Ein unerwartetes Problem am Weltraumteleskop habe nun aber die Verschiebung ausgelöst, teilte die NASA am Montag abend (Ortszeit) in Cape Canaveral mit. «Hubble» habe am Samstag plötzlich aufgehört, wissenschaftliche Daten zu senden. Möglicherweise bedeute das einen neuen Reparaturauftrag für die Astronauten, auf den sie noch nicht vorbereitet sind und für den sie auch noch nicht ausgerüstet sein können.

Die Probleme seien in einem Bordcomputer aufgetreten, der die gesammelten Daten so formatiert, dass sie zur Erde gefunkt werden können. Ein Backupsystem übernehme aber nun die Aufgaben der fehlerhaften Box, teilte die Nasa mit. Währendessen werde auf der Erde ein Ersatzcomputer zum Austausch vorbereitet.

Die Vorbereitung auf die veränderte Mission werde wohl bis Mitte Februar dauern, sagte Preston Burch, Chef der Hubble-Abteilung der Nasa. Die Verschiebung bringt auch den Fahrplan der Nasa gehörig durcheinander, da für Missionen zum Teleskop Hubble seit dem Columbia-Unglück vor fünf Jahren immer eine zweite Raumfähre für eine Rettungsmission bereit stehen muss. Während der Hubble-Mission kann ein Spaceshuttle nicht die rettende Raumstation ISS erreichen. Diesen «Standby-Dienst» sollte im Fall der aktuellen Mission die Fähre Endeavour übernehmen, die allerdings selbst am 16. September zur Raumstation ISS starten soll. Dieser Start könnte nun einige Tage früher erfolgen.

Der inzwischen vierte Flug zum Weltraumteleskop wird die letzte Service-Mission sein. Das Fernrohr wird dafür von den Roboterarmen in die Ladebucht des Shuttles gehoben. Nach Jahren des Betriebs müssen die Batterien und die Stabilisatoren, so genannte Gyroskope, ausgetauscht werden. Nebenbei bauen die Astronauten noch zwei neue Instrumente ein und reparieren weitere. Das Teleskop sollte so bis weit ins nächste Jahrzehnt weiterarbeiten können, ist man bei der Nasa zuversichtlich. (nz/AP)
 
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