Neue Rakete genehmigt:
Mondmission rückt näher
11. Sep 2008 15:06
 |  Die neue Mondrakete der Nasa: Ares I | Foto: ap |
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Ares I soll Menschen auf den Mond bringen. Die Sicherheitstests für die Mondrakete sind ähnlich umfangreich wie damals bei den Space Shuttles. Noch haben die Ingenieure aber einige Probleme zu lösen.
Die Nasa ist auf ihrem Weg zurück zum Mond einen Schritt weitergekommen. Der Entwurf der neuen amerikanischen Mondrakete Ares I, die bis 2020 Astronauten auf den Erdtrabanten bringen soll, wurde vom Topmanagement der Raumfahrtbehörde genehmigt.
Die Ingenieure hatten im vergangenen Monat erklärt, eine Lösung für das Problem starker Schwingungen der Rakete nach dem Start gefunden zu haben. Doch seien noch weitere Arbeiten nötig.
Die Nasa wird im nächsten Jahr überprüfen, ob der geplante Einsatz gewaltiger Stoßdämpfer wie vorgesehen funktioniert. Am Mittwochabend billigte die Nasa das vorläufige Design der Rakete, die erstmals 2015 Astronauten in den Weltraum und fünf Jahre später zum Mond bringen soll.
Zuletzt hatten in der Geschichte der bemannten US-Raumfahrt vor 35 Jahren die Space Shuttles einen solchen Test bestanden, wie Ares-Projektleiter Steve Cook sagte. Bei dieser Überprüfung stehen grundlegende Sicherheitsfragen auf dem Programm.
Die Reise zum Start
Eine detaillierte Überprüfung der Pläne ist für März 2011 vorgesehen. Dann werde die gesamte Rakete zusammengestellt, so dass man von einem kompletten Entwurf von A bis Z sprechen könne, sagte Cook. «Das ist wirklich ein großer Schritt auf unserer Reise zum Start.»
Die meisten Teile der Ares I gibt es bislang nur im Computer. Zehn Prozent der von den Ingenieuren definierten Probleme sind laut Cook derzeit noch nicht gelöst, darunter die Frage, ob die Rakete bei schlechtem Wetter wie Gewitter starten kann. Auch mögliche Schwierigkeiten nach dem Abtrennen der ersten Stufe sind nich nicht geklärt.
Ein teures Vergnügen
Die Orion-Kapsel für die Astronauten, die mit der Ares I in den Weltraum gebracht werden soll, wird dem von der Rakete erfolgreich bestandenen Test Ende nächsten Jahres unterzogen. Die Nasa lässt sich die Rückkehr auf den Mond jährlich drei Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) kosten. (nz/dpa)