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Lunar Exploration Orbiter: 

Deutsche Mondmission in Gefahr

12. Sep 2008 10:55
Der Mond kriegt demnächst viel Besuch
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Während Amerikaner und Chinesen Mondspaziergänge planen, wird die deutsche Mondmission verschoben. Die Deutschen wollen aber an der Mission festhalten - trotz massiver Finanzierungsprobleme.

Der deutsche Lunar Exploration Orbiter soll starten, allerdings mit Verzögerung. «Die Mission ist nicht gestoppt, sondern nur verschoben», sagte Johann-Dietrich Wörner, der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Bundeswirtschaftsminister Michael Glos stehe grundsätzlich hinter dem 350-Millionen-Euro-Projekt, eine unbemannte Sonde in die Umlaufbahn des Erdtrabanten zu schicken.

«Die Mond-Mission bleibt ein mittelfristiges Ziel», sagte Wörner: «Wir dürfen sie aber nicht zu lang verschieben, sonst werden wir von den USA überholt.» Doch noch habe Glos keine Freigabe der Mittel vom Bundesfinanzministerium erreicht. Die Vorarbeiten sind weit fortgeschritten. Deutschland ist deshalb in der Lage, die Forschungsmission innerhalb von nur drei Jahren zu starten, so Wörner. Die 350 Millionen Euro seien ein Komplettpreis inklusive des Starts und der Nutzlast.

Bislang unerreichte Genauigkeit

Den Plänen zufolge soll Leo mit einer europäischen Ariane- oder der russischen Sojus-Rakete in den Weltraum geschossen werden und mit Hilfe einer Oberstufe zum Erdtrabanten fliegen. Dort schwenkt er auf eine Umlaufbahn ein, von wo aus hochauflösende Kameras die Oberfläche des Mondes mit bislang unerreichte Genauigkeit fotografieren und kartografieren könnten.

Seit dem amerikanischen Apollo-Programm in den 60er und 70er Jahren hat die Forschung den Trabanten eher stiefmütterlich behandelt. Zuletzt gab es aber wieder ein regelrechtes Wettrennen zum Mond. Im vergangenen Jahr brachten Japan und China Orbiter in die Umlaufbahn, eine indische Mission steht bevor.

Kooperation mit den USA

In Zusammenarbeit mit den USA oder den europäischen ESA-Partnerstaaten gibt es auch für Deutschland die Perspektive, ein unbemanntes Raumschiff auf dem Mond zu landen. Die USA wollen bis 2020 wieder Menschen auf den Erdtrabanten bringen. An dieser Mission wolle sich Deutschland beteiligen, sagte Wörner. Eine nationale Mond-Mission sei auch wichtig, um technische Leistungsfähigkeit zu demonstrieren. (nz/ap)

 
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