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Riskanter Einsatz im All: 

Sprengbolzen schwerelos entfernt

11. Jul 2008 10:08
Die Raumkapsel Sojus
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Damit die Rückkehr ohne Probleme verlaufen kann, haben zwei Astronauten der ISS einen gefährlichen Einsatz gewagt. Sie sollten verhindern, dass die Raumkapsel «Sojus» bei der Rückkehr wieder vom Kurs abkommt.

In einem riskanten Einsatz im All haben zwei russische Astronauten einen Sprengbolzen von der Raumkapsel «Sojus» entfernt, die sie im Herbst zur Erde zurückbringen soll. Sergej Wolkow und Oleg Kononjenko verließen in der Nacht zum Freitag die Internationale Raumstation (ISS) und lösten die Befestigung des acht Zentimeter langen Bolzens mit einem Messer.

«Nehmt euch Zeit, seid vorsichtig!» warnte die Bodenstation die beiden Astronauten mehrfach. «Es ist drin», meldeten diese schließlich, nachdem sie den Bolzen in einen sicheren Behälter verstaut hatten.

Der Sprengbolzen ist einer von zehn seiner Art, die dazu dienen sollen, zwei Teile der «Sojus» beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu trennen. Bei zwei «Sojus»-Landungen im April und im Oktober 2007 funktionierte dies nicht wie geplant, so dass die Kapsel vom geplanten Kurs abkam und heftig auf die Erde aufschlug.

Durch die Entfernung eines Bolzens soll dies bei der nächsten Rückkehr im Oktober vermieden werden. Der dritte Astronaut an Bord der ISS, der Amerikaner Gregory Chamitoff, hielt sich während des sechsstündigen Außenbordeinsatzes seiner Kollegen in der «Sojus»-Kapsel auf. Wenn die Raumfähren der Nasa 2010 außer Dienst gestellt werden, werden die russischen «Sojus»-Raumfahrzeuge bis 2015 das einzige Transportmittel zur ISS sein. (AP)

 
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