Die Sonde ist aber nicht nur auf der Suche von Spuren möglichen Lebens. Die Wissenschaftler erhoffen sich auch weitere Erkenntnisse über den Klimawandel - Aufklärung darüber, warum aus dem einst feuchten und warmen Mars ein kalter Planet mit vereisten Polarkappen wurde. Und noch einen wichtigen Auftrag hat sie: «Die Phoenix-Mission untersucht nicht nur die nördliche Permafrostregion, sondern geht einen Schritt weiter. Es soll herausgefunden werden, ob diese Region, die bis zu einem Viertel der Marsoberfläche ausmachen könnte, bewohnbar ist», sagt Peter Smith von der Universität von Arizona. Ursprünglich sollte die Sonde schon im Jahr 2001 im Rahmen des Mars- Surveyor-Programmes zum Einsatz kommen. Die Reise wurde dann aber gestrichen, nachdem 1999 der «Mars Polar Lander» in der Nähe des Südpols verloren gegangen war. Seitdem war «Phoenix» in einem Raum des Rüstungs- und Technologiekonzerns Lockheed Martin aufbewahrt und technisch weiter «aufgemöbelt» worden. Der Name der Sonde ist vom mythischen Vogel Phoenix abgeleitet, der aus seiner Asche aufersteht - und unsterblich ist wie die Frage, ob es Leben auf dem Mars gibt. (Von Frank Brandmaier, dpa)