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US-Wahlen 2008

Richardson macht einen Rückzieher: 

Obamas Handelsminister will nicht mehr

05. Jan 2009 17:43
Bill Richardson tritt sein Amt als Handelsminister wegen Korruptionsverdachts nicht an.
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Wenige Wochen vor seiner Amtseinführung muss der künftige US-Präsident Obama nach einem neuen Handelsminister Ausschau halten. Bill Richardson tritt sein Amt wegen Korruptionsermittlungen nicht an.

Zwei Wochen vor seiner Amtseinführung ist Barack Obama sein künftiger Handelsminister abhanden gekommen: Bill Richardson hat am Sonntag überraschend seinen Rücktritt bekanntgegeben. Der 61-jährige Gouverneur von New Mexiko ist das erste Mitglied des Obama-Teams, das seinen Hut nimmt. Die «New York Times» sprach von einem «Rückschlag» für Obama.

Wer jetzt den Posten bekommen soll, war zunächst unklar. Richardson, der bei den Vorwahlen der Demokraten im vergangenen Jahr zunächst gegen Obama kandidiert hatte, begründete seine Entscheidung mit anhängigen Korruptionsermittlungen gegen eine Firma, die ihn im Wahlkampf finanziell unterstützt und lukrative Aufträge in New Mexico erhalten hatte.

Zwar betonte Richardson ausdrücklich seine Unschuld: «Ich beteuere, dass ich und meine Verwaltung in allen Belangen korrekt gehandelt haben und dass auch die Ermittlungen zu diesem Ergebnis kommen werden. ... Aber mir ist klar, dass sich die Untersuchungen lange hinziehen werden.» Dies würde der Arbeit als Handelsminister im Wege stehen.

Obama bedauert Richardsons Rückzug

Obama habe Richardsons Rückzug mit «großen Bedauern» akzeptiert, berichtete die «New York Times». Der künftige US-Präsident habe Richardson weder zum Rücktritt gedrängt, noch versucht, ihn davon abzuhalten, zitierte die US-Zeitung enge Vertraute der beiden. Richardson wäre der ranghöchste Hispanic in der neuen US-Regierung gewesen. Er hatte bereits unter Präsident Bill Clinton als Energieminister und UN-Botschafter gedient.

Der mexikanischstämmige Gouverneur ist unter der wachsenden Minderheit der lateinamerikanischen Einwanderer in den USA äußerst beliebt. Als Handelsminister hätte er zudem ein Amt übernommen, das sich auch mit zentralen Problemen der Wirtschafts- und Finanzkrise befasst. Es heißt, Richardson habe zunächst ein wichtigeres Amt in Obamas Kabinett angestrebt und habe Außenminister werden wollen. Der Posten des Handelsministers sei lediglich eine Art Trostpflaster für ihn gewesen. (dpa/nz)

 
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