22.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
'Rasch und kühn' muss gehandelt werden, glaubt Obama
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Eine Schreckensnachricht aus der Wirtschaft jagt die nächste, doch der künftige US-Präsident lässt sich nicht beirren. Für sein ehrgeiziges Arbeitsbeschaffungsprogramm soll viel Geld ausgegeben werden.
Der künftige US-Präsident Barack Obama will bis Anfang 2011 etwa 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen. Er habe sein Wirtschaftsteam bereits angewiesen, einen entsprechenden Plan auszuarbeiten, sagte der Demokrat in einer am Samstag ausgestrahlten Rundfunkansprache. Demnach will Obama das Arbeitsbeschaffungsprogramm nach seiner Amtsübernahme am 20. Januar möglichst rasch im Kongress durchsetzen und in Kraft setzen.
Nach Obamas Vorstellungen sollen die Jobs unter anderem durch Projekte im Straßen- und Brückenbau, die Modernisierung von Schulen und die Entwicklung von alternativen Energien entstehen. Es seien nicht nur Maßnahmen, um der Nation aus der gegenwärtigen Wirtschaftskrise zu helfen, sondern es handele sich zugleich um eine «langfristige Investition in unsere wirtschaftliche Zukunft, die viel zu lange vernachlässigt worden ist», sagte Obama. Der Plan solle die Grundlage für eine starke Wirtschaft in der Zukunft legen.
Notwendigkeit «nicht verhandelbar»Der künftige Präsident verwies auf den bisherigen Verlust von 1,2 Millionen Arbeitsplätzen in diesem Jahr und auf Experten-Warnungen, dass weitere Millionen Jobs in Gefahr seien, wenn nicht «rasch und kühn» gehandelt werde. Der Amtswechsel biete die Chance für einen Neuanfang, sagte Obama, schränkte aber zugleich ein, «dass die Krise wahrscheinlich erst einmal schlimmer wird bevor es bergauf geht».
Obama rief Demokraten und Republikaner auf, seinen Plan zu unterstützen. Er werde die Hilfe von beiden Seiten benötigen und sei offen für Ideen und Ratschläge. Aber die Notwendigkeit sofortigen Handelns sei «nicht verhandelbar». (dpa)