Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 
US-Wahlen 2008

Berichte über Obamas Kabinett: 

Börsen-Euphorie wegen neuem Finanzminister

22. Nov 2008 10:49
Wird Geithner Obamas Finanzkrisen-Manager?
Bild vergrößern
Nicht nur schlechte, sondern auch gute Nachrichten verursachen derzeit an den Aktienmärkten extreme Ausschläge. Mit einem möglichen neuen Mitglied in Obamas Ministerriege wird viel Hoffnung verbunden.

Die Position des Finanzministers ist angesichts der Finanzkrise einer der wichtigsten Kabinettsposten, die der designierte US-Präsident Barack Obama besetzen muss. Am Freitag berichteten verschiedene US-Medien, dass Obama den New Yorker Notenbankpräsidenten Timothy Geithner zum künftigen Finanzminister ernennen will. Als Quelle wurden Informanten aus dem Umfeld Obamas genannt.

Die US-Börse reagierte euphorisch auf diese Nachricht. Der Der Dow-Jones-Index für 30 führende Industriewerte legte um 494,13 Punkte oder 6,54 Prozent auf 8046,42 Zähler zu. Damit wurde etwa die Hälfte der Verluste von Mittwoch und Donnerstag wieder wettgemacht. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 68,23 Punkte oder 5,18 Prozent auf 1.384,35 Zähler.

Clinton wahrscheinlich Außenministerin

Im Außenministerium läuft unterdessen alles auf Hillary Clinton als neue Ressortchefin hinaus. Obama sei auf dem besten Weg, Clinton voraussichtlich schon in der kommenden Woche zu berufen, sagte ein Mitarbeiter. Beide Seiten hätten sich schnell aufeinander zu bewegt. Dabei seien auch Themen rund um die finanzielle Situation von Hillary Clinton und ihrem Mann, Expräsident Bill Clinton, erörtert worden.

Obama wolle Clinton nach dem Thanksgiving-Feiertag am Donnerstag kommender Woche berufen, sagte der Mitarbeiter. Die Ernennung wäre ein weiterer Meilenstein in der politischen Laufbahn der früheren First Lady, die nach einem erbittert geführten Vorwahlkampf der Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur Obama unterlegen war. Clinton müsste vor Antritt des Ministeramts ihren New Yorker Senatssitz aufgeben, den sie seit acht Jahren innehat.

Jones wohl neuer Sicherheitsberater

Als zunehmend wahrscheinlich galt auch, dass der ehemalige NATO-Oberbefehlshaber Jim Jones (64) nationaler Sicherheitsberater wird. Des weiteren solle der gegenwärtige Gouverneur von New Mexico und ehemalige Energieminister Bill Richardson (61) Handelsminister werden. Einige Nominierungen sowie die Wahl seiner wirtschaftlichen Spitzenberater im Weißen Haus will Obama NBC zufolge am kommenden Montag persönlich bekanntgeben, um die Märkte zu beruhigen.

Der von Medien als Finanzminister genannte Geithner ist seit November 2003 Chef der Notenbank (Fed) in New York. Zuvor hatte er seit 1988 in drei Regierungen unter fünf Finanzministern verschiedene Funktionen ausgeübt. So war er zum Ende der Clinton-Zeit von 1999 bis 2001 Abteilungsleiter für Internationale Angelegenheiten im Ministerium. Von 2001 bis 2003 war Geithner als Direktor für Politische Entwicklung beim Internationalen Währungsfonds tätig. Seit September arbeitet er bei der Bekämpfung der gegenwärtigen Finanzkrise eng mit dem derzeitigen Finanzminister Henry Paulson und US-Notenbankchef Ben Bernanke zusammen. (nz/AP/dpa)

 
Drucken
Versenden
  • Bookmark:
  • Mister Wong Webnews Yigg Linkarena Google My Space Del.icio.us Oneview Facebook Twitter
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
EU droht Teheran mit Einreiseverbot: 
Mussawi im Iran als US-Agent verteufelt
Gouverneurin von Alaska tritt zurück: 
Rätselraten nach Sarah Palins Rückzug
 
 
Schlechte Wahlbeteiligung: 
Warum nur wenige zur Europawahl gingen
Reaktion auf schlechtes SPD-Ergebnis bei EU-Wahl: 
Müntefering räumt «Mobilisierungsprobleme» ein
 
150 Lkws in Peschawar angezündet: 
Taliban zerstören Nato-Truppennachschub
BND-Untersuchungsausschuss: 
Brisante Daten, laxe Kontrolle
 
Wachsender Druck auf Netanjahu: 
Steinmeier warnt Israels neue Führung
Vereidigung der größten israelischen Regierung: 
Netanjahu will «kein anderes Volk beherrschen»
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2009 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.