Team für die Amtsübernahme: 

netzeitung.deObama trifft erste Personalentscheidungen

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Nach der Wahl ist vor der Amtsübernahme: Barack Obama (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nach der Wahl ist vor der Amtsübernahme: Barack Obama
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Eigentlich könnte sich der Wahlsieger Zeit lassen, denn erst im neuen Jahr wird er zum US-Präsidenten ernannt. Doch Obama besetzte am Tag nach der Wahl gleich zwei Schlüsselpositionen.

Barack Obama bereitet nach seinem historischen Sieg bei den US- Präsidentschaftswahlen bereits die Amtsübernahme vor. Nach amerikanischen Medienberichten wollte er noch am Mittwoch ein Übergangsteam bilden, in dem auch enge Mitarbeiter des früheren demokratischen Präsidenten Bill Clinton vertreten sein sollen. Der 47-Jährige Barack Obama ist der erste Schwarze, der die Weltmacht USA regieren wird.

Nach Informationen der «New York Times» soll der Kongressabgeordnete Rahm Emanuel den Job eines Stabschefs im Weißen Haus angeboten bekommen. Emanuel diente schon Ex-Präsident Bill Clinton als enger Berater. Das Team, das die Amtsübernahme vorbereiten soll, werde von dem Ex-Clinton Mitarbeiter John Podesta, der Obama-Beraterin Valerie Jarrett und Pete Rouse, Obamas Stabschef im Senat, geleitet.

Bis zu seinem Amtsantritt am 20. Januar hat Obama nun zweieinhalb Monate Zeit, seine Regierungsmannschaft auf die Beine zu stellen. Dann endet die Amtszeit von Präsident George W. Bush, der seinem Nachfolger eine Zusammenarbeit während der Übergangszeit zusagte und den Sieg Obamas als Triumph in der amerikanischen Geschichte bezeichnete.

Gratulationen aus aller Welt
«Der Wandel ist nach Amerika gekommen», sagte Obama in seiner Siegesrede in Chicago. Hunderttausende Amerikaner im ganzen Land feierten in der Nacht enthusiastisch den Sieg des Sohnes eines Schwarzafrikaners und einer weißen Amerikanerin. Staats- und Regierungschefs aus aller Welt gratulierten Obama am Mittwoch und signalisierten große Erwartungen an die neue Führung in Washington.

Den Wählerstimmen nach kam Obama auf 52 Prozent. Auf McCain entfielen demnach 47 Prozent. In den USA wird der Präsident nicht direkt, sondern durch ein Wahlmännergremium gewählt, das sich aus Vertretern der einzelnen Bundesstaaten zusammensetzt. Obama führte nach Berechnungen des Senders CNN bei der Zahl der Wahlmänner mit 349 zu 163 Stimmen vor McCain. Für die Wahl zum Präsidenten sind 270 Wahlleute notwendig. Die Wahlmänner stimmen am 15. Dezember ab, der neue Präsident wird schließlich am 20. Januar ins Amt eingeführt.

Erfolgreich auch bei den Kongresswahlen
Die Demokraten konnten auch bei den Kongresswahlen deutlich gewinnen. Allerdings blieb hier der erhoffte Erdrutschsieg aus. Im Senat verloren die Republikaner nach dem Stand der Auszählung vom Mittwochnachmittag MEZ mindestens 5 Sitze und fielen damit auf 40 Senatoren zurück. Als unwahrscheinlich galt aber, dass die Demokraten die Schwelle von 60 Senatorensitzen erreichen, mit der in der ersten Parlamentskammer alle Initiativen durchgesetzt werden können.

Im US-Staat Georgia hat keiner der Kandidaten für den Washingtoner Senat die notwendige absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Deshalb kommt es am 2. Dezember zu einer Stichwahl zwischen dem derzeitigen republikanischen Amtsinhaber Saxby Chambliss und dem demokratischen Bewerber Jim Martin. Chambliss erreichte bei der Wahl am Dienstag zwar die meisten Stimmen, verpasste aber die in diesem Staat für den Sieg notwendige absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen. (nz/dpa/AP)