US-Presseschau zum neuen Präsidenten: 

netzeitung.deObama hat «die politische Landkarte verändert»

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Viel Hoffnung verbinden die US-Leitartikler mit dem neuen Präsidenten (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Viel Hoffnung verbinden die US-Leitartikler mit dem neuen Präsidenten
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In einem Punkt waren sich die Kommentatoren der amerikanischen Zeitungen einig: Mit dem Sieg Obamas beginnt eine neuen Ära. In einigen konservativen Blättern gab es jedoch auch skeptische Stimmen. «Wall Street Journal»: Überwältigender Sieg Die amerikanischen Wähler haben ihm (Obama) und seinen demokratischen Parteifreunden den überwältigenden Sieg beschert, den sie seit 1976 und in gewisser Hinsicht seit 1964 nicht hatten. Wir werden jetzt sehen, ob die Demokratische Partei seit den letzten Malen etwas gelernt hat, in denen sie in Washington an den Hebeln der Macht gesessen hat. (...)

«Wall Street Journal»: Überwältigender Sieg
Die amerikanischen Wähler haben ihm (Obama) und seinen demokratischen Parteifreunden den überwältigenden Sieg beschert, den sie seit 1976 und in gewisser Hinsicht seit 1964 nicht hatten. Wir werden jetzt sehen, ob die Demokratische Partei seit den letzten Malen etwas gelernt hat, in denen sie in Washington an den Hebeln der Macht gesessen hat. (...)

Die demokratische Versuchung wird es sein, den Wahlsieg als Mandat für eine neuerliche liberale Regierung zu sehen. Darauf hoffen die Republikaner. Die letzten drei Male, in denen die Demokraten derartige Siege holten, haben sie sich übernommen und zwei Jahre später große Verluste gemacht.

«Washington Post»: Ansehen in der Welt verbessern
Niemand sollte die Herausforderungen herunterspielen, die auf Obama zukommen - einschließlich der, dass er Millionen von Amerikanern überzeugen muss, die für seinen Gegner gestimmt haben. (...)

Barack Obama kann das Erbe von George W. Bush nicht ausradieren. Aber er hat die Chance, Amerikas Stellung in der Welt zu verbessern, verwerfliche Praktiken wie Folter und unbegrenzte Internierungen zu beenden und damit das schlechte Ansehen, das unser Land in den Augen seiner Verbündeten bekommen hat, zu verbessern.

«Los Angeles Times»: Chance zur Wiedervereinigung
Wahlkämpfe teilen, und dieser war keine Ausnahme. Wenn Kampagnen jedoch Möglichkeiten eröffnen, sind Wahlen die Chance zur Wiedervereinigung. Am Dienstagabend hat der Kampf mit einem überzeugenden Sieg geendet, der die Konturen der politischen Landkarte verändert und uns an die Großartigkeit unserer Geschichte erinnert hat.»

«New York Times»: Intensiv und tief bewegend
Sein (Obamas) Sieg war entscheidend und durchschlagend, denn er hat uns gezeigt, woran dieses Land krankt: Es ist das völlige Versagen einer Regierung, ihre Bevölkerung zu beschützen. Er (Obama) hat eine Regierung angeboten, die nicht vorgibt, dass sie jedes Problem lösen kann. (...)

Mit einer Botschaft aus Hoffnung und Kompetenz hat er Wählerschichten erreicht, die ausgeschlossen und stimmlos waren. Die Szenen am Dienstagabend von jungen Männern und Frauen, Schwarzen und Weißen, die in Chicago, New York und in Atlantas sagenumwobener Ebenezer Baptisten-Kirche gemeinsam weinten und jubelten, waren intensiv und tief bewegend.

«Chicago Tribune»: Bewegende Rehabilitation der Ideale
Obamas Sieg ist einer dieser Momente, die zeigen, wie weit diese Nation gekommen ist. Als er 1961 geboren wurde, haben Afro-Amerikaner ihr Leben riskiert, um sich in den Südstaaten zur Wahl registrieren zu lassen. Bürgerrechte und Wahlrechte mussten erst noch installiert werden.
Heute ist die Nation bereit, ihre Zukunft in die Hände eines Mannes zu legen, dessen Vater ein Schwarzer war. Seine Wahl ist eine bewegende Rehabilitation der Ideale, auf denen dieses Land gegründet worden ist. (dpa)