05.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
In dem Fall freut sich eine Republikanerin über die Wiederwahl: Shelley Moore
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In einigen Staaten konnten demokratische Bewerber prominenten Republikanern ihre Sitze in Repräsentantenhaus oder Senat abnehmen. Einer wird sein Amt allerdings nicht antreten - auf ihn warten größere Aufgaben.
Neben dem Sieg im Rennen um das Weiße Haus haben die Demokraten auch die Kongresswahlen gewonnen. In beiden Kammern des Parlaments erreichten sie eine klare Mehrheit. «Das ist die Nacht, auf die wir gewartet haben», sagte die Präsidenten des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in der Nacht zum Mittwoch.
Die Demokraten konnten sechs Republikaner von ihren Mandaten verdrängen und acht Sitze erobern, bei denen der bisherige republikanische Abgeordnete nicht mehr antrat. Umgekehrt mussten sie nur drei Sitze räumen. Bei der Wahl von 35 der 100 Sitze im Senat gelang es demokratischen Kandidaten, entscheidende Mandate zu erobern, die bisher von den Republikanern gehalten wurden.
Demokratische ÜberraschungssiegeDie prominente republikanische Senatorin Elizabeth Dole verlor in North Carolina ihr Amt an die Demokratin Kay Hagan. In New Hampshire setzte sich überraschenderweise die Demokratin Jeanne Shaheen durch. Der Demokrat Mark Warner gewann in Virginia den vakanten Senatsposten gegen seinem republikanischen Rivalen James Gilmore, ebenso wie sein Parteifreund Tom Udall in New Mexico.
Allerdings konnte der republikanische Minderheitenführer im Senat, Mitch McConnell, nach Prognosen von CNN sein Amt verteidigen. Deutlich setzte sich nach Prognosen auch der demokratische Senator von Rhode Island, Jack Reed, durch. Damit haben die Demokraten laut CBS News 54 der 100 Senatorensitze. Die Republikaner kommen bislang auf 38 Senatoren.
John Kerry verteidigt seinen Sitz Die Demokraten hoffen allerdings, die magische Zahl von 60 Senatorensitzen zu erreichen, die eine noch größere Kontrolle über diese Kammer des Kongresses bedeuten würde. Der demokratische Präsidentschaftskandidat von 2004, John Kerry, verteidigte seinen Sitz im Staat Massachusetts, ebenso wie der demokratische Vize-Präsidentschaftskandidat Joe Biden in Delaware. Allerdings wird für Biden, der Vizepräsident wird, ein Nachrücker vom Gouverneur ernannt werden.
Die Demokraten gewannen im Repräsentantenhaus nach Prognosen sechs zusätzliche Sitze. Dem Fernsehsender CBS zufolge führen sie nun mit 180 zu 124 Stimmen vor den Republikanern. Die Demokraten hatten vor der Wahl einen Vorsprung von 236 zu 199 Stimmen und damit das Repräsentantenhaus kontrolliert. (dpa)