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US-Wahlen 2008

Wieder dreht sich alles um Ohio und Florida : 

Swing States entscheiden die Wahl

04. Nov 2008 08:16
Die Wahl wird wohl in Florida, Ohio und Virginia entschieden.
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Im Rennen um das Weiße Haus kämpfen McCain und Obama bis zur letzten Minute um den strategisch wichtigen Bundesstaat Ohio. Vor vier Jahren hatte John Kerry dort nur ganz knapp gegen Bush verloren.

Zwei Farben prägen die politische Landkarte der USA: Blau ist die Farbe der Demokraten, rot die Farbe der Republikaner. Traditionell demokratisch dominiert sind etwa das liberale Kalifornien an der Westküste und die Bundesstaaten an der amerikanischen Nordostküste. Traditionelle Hochburgen der Republikaner sind der konservative Süden mit Bundesstaaten wie Georgia oder Texas.

Doch nicht in allen US-Bundesstaaten ist die Parteipräferenz derart stabil. In den sogenannten Swing States oder Battleground States haben weder Demokraten noch Republikaner eine verlässliche Mehrheit. Der Ausgang der Wahl in diesen Bundesstaaten ist entscheidend, weshalb ihnen eine strategische Bedeutung zukommt. Sie sind deshalb besonders hart umkämpft.

The winner takes it all

Je mehr Einwohner ein Bundesstaat hat, umso wichtiger ist es für die Kandidaten, dort zu punkten. Denn: In den USA wird der Präsident nicht direkt gewählt, sondern durch ein Wahlmännergremium (Electoral College). Der Sieger im jeweiligen Staat erhält - nach dem Prinzip «The winner takes it all» - alle Wahlmännerstimmen, die dem Bundesstaat zugeordnet sind. Egal wie groß oder wie knapp der Vorsprung war. Die Zahl der Wahlmänner richtet sich nach der Zahl der Senatoren und Abgeordneten, die der Bundestaat stellt, was wiederum von der Bevölkerungszahl abhängt.

Vor allem die vier große Staaten - Florida mit 27 Wahlmännern, Pennsylvania mit 21, Ohio mit 20 und Michigan mit 17 - werden im Wahljahr 2008 ausschlaggebend sein. Es sind die gleichen Bundesstaaten, die bereits bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000 und 2004 im Blickpunkt des Interesses standen. Pennsylvania und Michigan gingen dabei an die Demokraten, in Ohio und Florida siegten die Republikaner.

Neben diesen bekannten Swing States sind in diesem Jahr vier weitere Staaten von großer Bedeutung. Es wackelt die einst «uneinnehmbare» republikanische Hochburg North Carolina mit 15 Wahlmännern. Hier hat seit 30 Jahren kein Demokrat mehr gewonnen, ähnlich sieht es in Virginia aus, das 13 Wahlmänner entsendet. Knapp ist das Rennen zudem in Missouri (6). Auch in Nevada (5) scheint die republikanische Mehrheit zu bröckeln. (dpa/nz)

 
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