Je mehr Einwohner ein Bundesstaat hat, umso wichtiger ist es für die Kandidaten, dort zu punkten. Denn: In den USA wird der Präsident nicht direkt gewählt, sondern durch ein Wahlmännergremium (Electoral College). Der Sieger im jeweiligen Staat erhält - nach dem Prinzip «The winner takes it all» - alle Wahlmännerstimmen, die dem Bundesstaat zugeordnet sind. Egal wie groß oder wie knapp der Vorsprung war. Die Zahl der Wahlmänner richtet sich nach der Zahl der Senatoren und Abgeordneten, die der Bundestaat stellt, was wiederum von der Bevölkerungszahl abhängt. Vor allem die vier große Staaten - Florida mit 27 Wahlmännern, Pennsylvania mit 21, Ohio mit 20 und Michigan mit 17 - werden im Wahljahr 2008 ausschlaggebend sein. Es sind die gleichen Bundesstaaten, die bereits bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000 und 2004 im Blickpunkt des Interesses standen. Pennsylvania und Michigan gingen dabei an die Demokraten, in Ohio und Florida siegten die Republikaner.
Neben diesen bekannten Swing States sind in diesem Jahr vier weitere Staaten von großer Bedeutung. Es wackelt die einst «uneinnehmbare» republikanische Hochburg North Carolina mit 15 Wahlmännern. Hier hat seit 30 Jahren kein Demokrat mehr gewonnen, ähnlich sieht es in Virginia aus, das 13 Wahlmänner entsendet. Knapp ist das Rennen zudem in Missouri (6). Auch in Nevada (5) scheint die republikanische Mehrheit zu bröckeln. (dpa/nz)