15. Okt 2008 22:45
Geld und Zigaretten soll der 19-Jährige für seine Tat bekommen haben, von einer Organisation, die den Demokraten nahesteht. McCains Wahlkampfteam versucht nun, den Skandal für seine Zwecke zu nutzen.
Laut der «Los Angeles Times» vom Mittwoch soll es in bis zu zwölf US-Staaten zu ähnlichen Manipulationen gekommen sein. Demnach seien rund 5000 Registrierungen falsch und weitere etwa 65.000 unvollständig. Republikanische Politiker wiesen darauf hin, dass «Acorn» den Demokraten nahe stehe. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama hatte die Wähler immer wieder aufgefordert, sich registrieren zu lassen. Ein Sprecher der Demokraten bezeichnete es als «lächerlich», seine Partei mit Manipulationen dieser Art in Verbindung zu bringen.
Republikaner warfen den Demokraten zudem vor, dass sie knapp 800.000 Dollar an «Acorn» für Wählerregistrierungen gezahlt hätten. Ein Sprecher Obamas stritt zwar die Zahlung nicht ab, betonte aber, dass diese Summe während der demokratischen Vorwahlen im Frühjahr gezahlt worden sei. Die damalige Zahlung stehe nicht im Zusammenhang mit den Registrierungen für die US-Präsidentschaftswahl am 4. November.
Wahlexperten wiesen die Manipulationsvorwürfe der Republikaner zurück. Die Kontrollen seien bei dieser Wahl wesentlich besser, sagte ein Experte der «Los Angeles Times». Eine falsche Registrierung bedeute nicht automatisch eine falsch abgegebene Stimme bei den Präsidentschaftswahlen. Umfragen zufolge liegt Obama drei Wochen vor dem Urnengang klar vor seinem republikanischen Rivalen John McCain. (dpa)