netzeitung.deHunderte Unregelmäßigkeiten bei US-Wahlen

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Bei den Wahlen in den USA hat es laut einer Beobachterorganisation viele Probleme und Unregelmäßigkeiten gegeben - offenbar besonders in armen Gegenden.

Bei den US-Wahlen hat es laut einer unabhängigen Wahlbeobachtungsorganisation zahlreiche Unregelmäßigkeiten gegeben. In sieben Staaten im Süden der USA seien hunderte Probleme beobachtet worden, von denen besonders Wahllokale in armen oder von Minderheiten bewohnten Gebieten betroffen gewesen seien, teilte die Initiative «Count Every Vote 2004» am Freitag in Atlanta mit. Keith Jennings, Chef der Initiative, sagte: «Die USA sind eine starke Demokratie, aber auch eine fehlerhafte.»

Die Organisation, die Beobachter zu 700 Wahllokalen entsandt hatte, stellte ihren vorläufigen Bericht vor. Darin wird unter anderem bemängelt, dass im größten Wahlbezirk Floridas zu wenig Möglichkeiten zur frühen Stimmabgabe bestanden hätten. In mehreren Bezirken in South Carolina hätten die Wahlmaschinen nicht funktioniert, und im nördlichen Nachbarstaat seien Stimmen durch einen Computerfehler verloren gegangen. Der endgültige Bericht wird in etwa zwei Wochen veröffentlicht.

In Ohio zählte ein Computer knapp 4000 Stimmen zuviel für US-Präsident Bush. In Franklin County, einem Vorort von Columbus, wurden laut Angaben der Wahlkommission 4258 Stimmen für Bush gezählt und nur 260 für dessen Konkurrenten John Kerry. Ingesamt hätten aber nur 638 Wähler ihre Stimme abgegeben. Anzeichen für weitere Probleme mit Wahlmaschinen gebe es bisher nicht, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums von Ohio. In dem Staat gewann Bush mit einem Vorsprung von mehr als 136.000 Stimmen. (nz)