CBS schwächt Vorwürfe gegen Bush ab
16.09.2004
Herausgeber: netzeitung.de
«Falls die Dokumente nicht das sind, was wir vermutet haben, möchte ich diese Geschichte abbrechen», sagte der Anchorman des CBS-Nachrichtenprogramms, Dan Rather, der «Washington Post». Sollte sich herausstellen, dass er einen Fehler gemacht habe, werde er öffentlich erklären, wie es dazu gekommen sei.
Eine Sekretärin des früheren Bush-Vorgesetzten Jerry Killian hatte Rather gesagt, sie gehe davon aus, dass die Memos gefälscht seien. Sie glaube allerdings, dass Bush in der Armee eine Vorzugsbehandlung erfahren habe, so Marian Carr Knox in einem am Mittwochabend ausgestrahlten CBS-Interview. Zuvor hatte sie bereits in anderen Medien die Echtheit der Unterlagen angezweifelt.
Rather nimmt die Bedenken nach eigenen Angaben «sehr ernst». Dennoch sei er weiterhin überzeugt, dass die Vorwürfe gegen Bush im Kern zutreffend seien. Laut dem Präsidenten von CBS News, Andrew Heyward, wird sich der Sender bemühen, alle offenen Fragen zu der Authenzität der Memos zu klären. (nz)

