netzeitung.deCBS schwächt Vorwürfe gegen Bush ab

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Moderatoren des Senders CBS haben öffentlich eingeräumt, dass strittige Dokumente über die Militärzeit von Präsident Bush möglicherweise nicht echt sind.

Nach scharfer Kritik an der Berichterstattung von CBS über Präsident George W. Bush schließen Moderatoren des US-Senders nun nicht mehr aus, sich möglicherweise auf falsche Informationen gestützt zu haben.

CBS hatte berichtet, Bush habe während seiner Militärzeit bei der Nationalgarde zu gute Bewertungen erhalten, nachdem sein Vater interveniert sei. Dabei berief sich der Sender auf Unterlagen eines damaligen Vorgesetzten von Bush. Die Authenzität der Papiere wurde jedoch von Experten in Zweifel gezogen.

«Falls die Dokumente nicht das sind, was wir vermutet haben, möchte ich diese Geschichte abbrechen», sagte der Anchorman des CBS-Nachrichtenprogramms, Dan Rather, der «Washington Post». Sollte sich herausstellen, dass er einen Fehler gemacht habe, werde er öffentlich erklären, wie es dazu gekommen sei.

Eine Sekretärin des früheren Bush-Vorgesetzten Jerry Killian hatte Rather gesagt, sie gehe davon aus, dass die Memos gefälscht seien. Sie glaube allerdings, dass Bush in der Armee eine Vorzugsbehandlung erfahren habe, so Marian Carr Knox in einem am Mittwochabend ausgestrahlten CBS-Interview. Zuvor hatte sie bereits in anderen Medien die Echtheit der Unterlagen angezweifelt.

Rather nimmt die Bedenken nach eigenen Angaben «sehr ernst». Dennoch sei er weiterhin überzeugt, dass die Vorwürfe gegen Bush im Kern zutreffend seien. Laut dem Präsidenten von CBS News, Andrew Heyward, wird sich der Sender bemühen, alle offenen Fragen zu der Authenzität der Memos zu klären. (nz)