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Vorschlag von Ärztepräsident «Unverschämtheit»
04. Sep 2005 10:22
 |  Eckart Fiedler, Barmer-Vorstandschef | | Foto: dpa |
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Nach Ansicht von Ärztepräsident Hoppe sollte die Übernahme von Medikamentenkosten durch die Kassen von einer gesunden Lebensweise der Patienten abhängig gemacht werden. Versicherten- und Kassenvertreter lehnen das ab.
Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, stößt mit seiner Forderung, Krankenkassen sollten angesichts ungesunder Lebensgewohnheiten von Patienten nicht mehr alle Medikamente bezahlen, auf Kritik. Der Vorstandsvorsitzender der Barmer Ersatzkasse, Eckart Fiedler, sagte der «Bild am Sonntag»: «Wir lehnen diesen Vorschlag entschieden ab. Notwendige Lösungen für eine verfehlte Arzneimittel-Politik dürfen nicht zu Lasten der Patienten gehen.»
Der Präsident des Verbandes der Krankenversicherten Deutschlands e.V. (VKVD), Heinz Windisch kommentierte Hoppes Vorschlag mit den Worten: «Das ist eine Unverschämtheit! Die Forderung Hoppes ist eine Pauschalverurteilung aller Patienten!» Schließlich gebe es sehr viele Menschen, die sich auf eine gesunde Lebensweise umgestellt hätten und trotzdem Medikamente bräuchten, sagte Windisch der Zeitung.Hoppe hatte gefordert, wer seine Krankheit auch durch Änderung der Lebensgewohnheiten in den Griff bekommen könnte, sollte seine Medikamente künftig selbst bezahlen. Die Kostenübernahme von Medikamenten durch die Kassen sei dann nicht gerechtfertigt. (nz)
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