Krankenkassen machen wieder Gewinn
29.05.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Im Vorjahresquartal haben noch Verluste von 630 Millionen Euro in den GKV-Büchern gestanden.
Allein die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) verbuchten einen Gewinn von 370 Millionen Euro, wie der AOK-Bundesverband am Freitag in Bonn mitteilte. Im Vorjahresquartal verzeichneten die Ortskrankenkassen den Angaben zufolge noch ein Minus von 395 Millionen Euro.
Eine Nettoentlastung erfolgt daher vielmehr durch sinkende Ausgaben. Vor allem die Ausgaben für jene Leistungen, in denen seit Jahresbeginn neue Zuzahlungsregeln oder höhere Zuzahlungen gelten, seien in den ersten drei Monaten mit einem Minus von fünf Prozent deutlich rückläufig gewesen, hieß es.
Der AOK-Bundesverband rechnet zwar mit einer Beitragssatzsenkung - wann diese allerdings kommen werde, sei unklar. Dies könne erst nach Vorliegen der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung des zweiten Quartals entschieden werden.
Die Zahlen belegten nach Ansicht der Apotheker deutliche Einsparungen für die GKV, hieß es. Es bleibe aber abzuwarten, wie sich der Anteil der Zuzahlungen in den kommenden Monaten entwickle. Im April habe der Anteil der Arzneimittelkosten, den die Versicherten tragen müssen, nämlich abgenommen. «Viele Patienten haben offensichtlich in den ersten drei Monaten ihre Belastungsgrenze erreicht und sind für den Rest des Jahres von der Zuzahlung befreit», sagte Abda-Geschäftsführer Rainer Braun. Demnach könnten auf die GKV wieder höhere Kosten für Arzneimittel zukommen. (nz)

