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Schröder: Bürgerversicherung hat keine Priorität
04. Aug 2003 13:29 Diskussionen über die Bürgerversicherung haben nach Ansicht des Bundeskanzlers noch Zeit. Erst müsse ein Gesundheitsgesetz erarbeitet werden, sagt Schröder.
Bundeskanzler Gerhard Schröder lehnt eine Debatte über die Bürgerversicherung zum jetzigen Zeitpunkt ab. Der Kanzler halte es für «völlig falsch», das Thema zurzeit in den Vordergrund zu rücken, sagte am Montag Regierungssprecher Thomas Steg.Zuerst müsse der von Regierung und Opposition gefundene Gesundheitskonsens in Gesetzesform gebracht werden, sagte der Sprecher: «Das hat absolute Priorität». Nach der Vorlage des Berichts der Rürup-Kommission am 28. August rechnet Schröder demnach aber mit intensiveren Diskussionen über die Bürgerversicherung. Steg zufolge sind von der Kommission «detaillierte Ausführungen zum Thema Bürgerversicherung beziehungsweise Kopfprämienmodell» zu erwarten. Es handele sich um ein «sehr, sehr, sehr perspektivisches Thema». Wann dazu grundsätzliche Entscheidungen getroffen werden müssten, stehe allerdings nicht fest.
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Am Wochenende hatten sich Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und CDU-Chefin Angela Merkel gegen die geplante Versicherung ausgeprochen, in die auch Beamte und Selbstständige einzahlen sollen. Die FDP drohte sogar mit einer Verfassungsklage. Umweltminister Jürgen Trittin dagegen verteidigte das Konzept. (nz)
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