Politbarometer: Popularitätsschub für CDU-Männer-Riege: 

netzeitung.deMehrheit der Deutschen für Große Koalition

 Herausgeber: netzeitung.de

Nicht so erwünscht: Ampel-Koalition (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nicht so erwünscht: Ampel-Koalition
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Laut einer Umfrage kommt eine Große Koalition bei den Wählern besser an als die «Jamaika»-Variante oder eine «Ampel». Die populärsten Politiker sind danach in der CDU.

In der neuesten Umfrage für das ZDF-Politbarometer findet eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD die größte Zustimmung unter den derzeit diskutierten Koalitionsvarianten. 45 Prozent fänden eine Große Koalition «gut», 43 Prozent fänden sie «schlecht». Mit «egal» antworteten zehn Prozent der Befragten .

Eine Regierung aus CDU/CSU, FDP und Grünen befürworten 36 Prozent der Befragten, 50 Prozent ab lehnen die «Jamaika»-Variante ab. Eine «Ampel»-Koalition aus SPD, Grünen und FDP finden 30 Prozent gut und 54 Prozent schlecht . Ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei findet die Zustimmung von 15 Prozent und wird von 75 Prozent abgelehnt.

Mit dem Wahlergebnis herrscht laut dieser Umfrage große Unzufriedenheit: 80 Prozent der Befragten nicht zufrieden mit dem Wahlergebnis, aus dem sowohl Union als auch SPD einen Regierungsauftrag ableiten. Zugleich stehen die Wähler aber zu ihrem Wahlverhalten: 87 Prozent geben an, sie hätten selbst bei Kenntnis des Wahlausgangs nicht anders gewählt. Auch bei der «Sonntagsfrage» nach der Stimmabgabe, wenn nächsten Sonntag Wahl wäre, ergaben sich keine wesentlichen Abweichungen vom Ergebnis des 18. September.

Wulff am beliebtesten
Populärster Politiker ist weiterhin der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) mit einem verbesserten Durchschnittswert von 1,9 auf der Skala von minus 5 bis plus 5. Vor zwei Wochen lag Wulff bei einem Wert von 1,6.

Es folgt der CDU-Finanzexperte Friedrich Merz mit einem Durchschnittswert von 1,6 (vor Außenminister Joschka Fischer (Grüne), der mit 1,4 aber wieder zulegen konnte. Auf Platz vier folgt Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) mit leicht verbesserten 1,1 - jetzt vor Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), der mit 0,8 (vor zwei Wochen: 1,2) klar an Ansehen verliert.

Westerwelle aufgestiegen
Aufgestiegen in den Positivbereich ist FDP-Chef Guido Westerwelle, der mit 0,6 (vor zwei Wochen: minus 0,4) am stärksten zulegen konnte. Es folgt SPD-Chef Franz Müntefering mit 0,4 und dann im negativen Bereich CSU-Chef Edmund Stoiber mit minus 0,6.

Für das Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 20. bis 22. September 1345 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung. (nz)