Union gegen Schröders «Erpressung»:
Union will sich nicht «erpressen» lassen
Auch der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) hält eine Große Koalition unter Bundeskanzler Gerhard Schröder für unvorstellbar. Solange Schröder den Anspruch auf das Kanzleramt erhebe, stehe das einer Koalition «zwingend im Wege», sagte er der «Saarbrücker Zeitung».
Bosbach plädierte außerdem gegen eine Große Koalition mit der SPD. Das werde immer auf den »kleinsten gemeinsamen Nenner« hinauslaufen, kritisierte er. Stattdessen dürfe die Union den »Versuch« einer so genannte Jamaika-Koalition mit FDP und Grünen nicht aufgeben.
Die Gräben zwischen Union und Grünen bezeichnete der CSU-Vize als «sehr, sehr groß». Es sei daher unwahrscheinlich, «dass da ein regierungsfähiges Konzept zustande kommt».
Auch CSU-Chef Edmund Stoiber zweifelte öffentlich an den Chancen von Schwarz-Gelb-Grün. Zwischen den Parteien lägen «Welten», sagte Stoiber in Berlin.
Dagegen hält Müller ein Bündnis von Schwarz und Grün für denkbar. Die Union werde aber ihre inhaltlichen Überzeugungen nicht verkaufen, «nur um eine Regierungskoalition zu bilden», sagte er. (nz)

