22.09.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Angela Merkel und Gerhard Schröder beim TV-Duell
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Bundeskanzler Schröder hat vier Tage nach der Wahl an Beliebtheit verloren. Auch eine Regierungsbeteiligung seiner SPD hat nur noch Anhänger bei einer Minderheit, so eine Umfrage.
Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich Angela Merkel als Bundeskanzlerin. Das ergab eine Emnid-Umfrage im Auftrag des Nachrichtensenders N24. Vier Tage nach der Bundestagswahl sagten demnach 47 Prozent, dass sie die Unions-Spitzenkandidatin als Regierungschefin wollten. 44 Prozent der Befragten stimmten für SPD-Amtsinhaber Gerhard Schröder.
Dabei stehen die Anhänger von Union und SPD jeweils deutlich hinter dem eigenen Kandidaten. Vor der Wahl hatte Schröder in solchen Umfragen meist deutlich vor Merkel gelegen.
Das Unions-Lager steht mit 90 Prozent hinter Angela Merkel, vier Prozent unterstützen dagegen Schröder. Bei den SPD-Anhängern votieren 88 Prozent für den eigenen Spitzenkandidaten, acht Prozent hätten lieber Merkel als Kanzlerin.
In der ersten Sonntagsfrage nach der Bundestagswahl bestätigen die Deutschen laut Emnid im Wesentlichen ihre Wahlentscheidung vom vergangenen Sonntag: Wenn an diesem Sonntag gewählt würde, käme die SPD auf 33 Prozent (Wahlergebnis: 34,3 Prozent), die Union auf 36 Prozent (35,2), die Grünen auf 8 Prozent (8,1), die FDP auf 10´Prozent (9,8) und die Linkspartei auf 10 Prozent (8,7).
Mehrheit für Jamaika-KoalitionDie Mehrheit 73 Prozent ist gegen Neuwahlen, die Parteien sollen aus dem Wahlergebnis heraus eine stabile Regierung bilden. 26 Prozent wollen noch einmal wählen. In der Koalitionsfrage stimmte die Befragten am ehesten für die Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen (33 Prozent). Die Ampel aus SPD, FDP und Grünen kommt mit 27 Prozent auf den zweiten Platz, die Große Koalition aus Union und SPD mit 25 Prozent auf Platz 3.
Emnid hatte die Sonntagsfrage am 20. und 21. September etwa 2000 Bürgern gestellt. Die Frage nach dem bevorzugten Kanzler beantworteten rund 1000 Wahlberechtigte. Die mittlere Fehlertoleranz liegt laut Emnid-Angaben bei 2,5 Prozentpunkten noch oben oder unten. (nz)