CDU erwägt Wahlanfechtung:
CDU erwägt Anfechtung des Ergebnisses
Er räumte jedoch ein, dass die SPD in den betroffenen Wahlkreisen deutliche Siege errungen habe. «Deshalb hat eine Anfechtung für uns zunächst keine Relevanz.»
Insgesamt waren in Dortmund bis zu 50.000 falsche Stimmzettel verschickt worden. Doch hatte sich die Stadt nach der Entdeckung des Fehlers mit großem Aufwand bemüht, den Irrtum zu korrigieren.
So wurden zehntausende von Wählern eine Woche vor der Wahl angeschrieben und informiert, wie sie nachträglich den richtigen Stimmzettel erhalten könnten. Das Wahlamt blieb auch am Wochenende geöffnet. Ein Call-Center wurde ebenfalls geschaltet. «Wir haben getan, was wir konnten», sagte Sommerer. Doch war der Fehler letztlich nicht wieder gut zu machen.
Mehr als jede zehnte Stimme der knapp 90.000 Briefwähler war ungültig. Damit stieg der Anteil der ungültigen Stimmen in den beiden Dortmunder Wahlkreisen 143 und 144 auf insgesamt 3,5 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl im Mai dieses Jahres lag er bei nur 0,7 Prozent.
Welche Konsequenzen nun zu ziehen seien, werde letztlich der Wahlprüfungsausschuss des Bundestages zu entscheiden haben, sagte Sommerer.
Beim hessischen Statistischen Landesamt in Wiesbaden behinderte in der Nacht ein Computerproblem die zügige Auswertung. Wie die Behörde mitteilte, löste Datenüberlastung, die durch die gleichzeitige Ergebnisübermittlung aus mehreren Gemeinden ausgelöst wurde, einen Absturz des Systems aus.
Da der Neustart des komplexe Computersystems den Angaben zufolge rund eineinhalb Stunden dauerte, ließen sich die Statistiker die Ergebnisse der Wahlkreise schließlich faxen und rechneten das Landesergebnis an einem einfachen PC aus. (nz)

