Kanzlergattin: Schröder zu "krawallig"
Für allgemeine Heiterkeit sorgte der Kanzler mit der Anmerkung, seine Frau habe ihn wegen seines Auftritts in der so genannten Elefantenrunde im ZDF gescholten. Er sei «vielleicht ein bisschen zu krawallig» gewesen, habe Doris Schröder-Köpf gesagt.
Schröder sagte den Genossen zu, er werde seinen Politikkurs für mehr Offenheit und Toleranz fortsetzen. Den Sozialdemokraten sei gemeinsam, «dass wir eine Gesellschaft wollen, in der niemand allein gelassen wird, wenn es ihm dreckig geht».
«Ich habe Verständnis, dass es bei Euch Ängste gibt», sagte Schröder an die Journalisten gerichtet. «Aber bitte versteht, dass es bei mir manchmal Wut und Enttäuschung gibt.»
Mögliche Koalitionsverhandlungen werde er nicht selbst führen, so Schröder. Er sei zwar seit 43 Jahren SPD-Mitglied, habe derzeit aber keine Funktion in der Partei inne. Den SPD-Verhandlungsführern empfahl er: «Beugt Euch nicht dem Machtanspruch der anderen Seite.» Auch er sei sich nicht immer siegesgewiss gewesen. (nz)
