Kanzlergattin: Schröder zu "krawallig"
18. Sep 2005 23:18
 |  Gute Laune trotz Schelte von Ehefrau: Kanzler Schröder | | Foto: dpa |
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Bundeskanzler Schröder hat seiner Familie und der SPD für ihre Unterstützung bei der Wahl gedankt. Seine Frau kritisierte allerdings seinen Auftritt in der TV-Elefantenrunde.
Nach der Wahl hat Bundeskanzler Gerhard Schröder mit der SPD gefeiert. Er sei seiner Familie und der Partei «unendlich dankbar» für die Hilfe im Wahlkampf.
Sein Erfolg habe «natürlich zu tun mit der Unterstützung von Doris, von meiner wunderbaren Familie», sagte Schröder. Dass die SPD-Freunde ihm erklärt hätten, «wir glauben an Dich - das hat mir Kraft gegeben». Für allgemeine Heiterkeit sorgte der Kanzler mit der Anmerkung, seine Frau habe ihn wegen seines Auftritts in der so genannten Elefantenrunde im ZDF gescholten. Er sei «vielleicht ein bisschen zu krawallig» gewesen, habe Doris Schröder-Köpf gesagt. Schröder sagte den Genossen zu, er werde seinen Politikkurs für mehr Offenheit und Toleranz fortsetzen. Den Sozialdemokraten sei gemeinsam, «dass wir eine Gesellschaft wollen, in der niemand allein gelassen wird, wenn es ihm dreckig geht».
Wahlkampf gegen «vermachtete Medien» Den SPD-Mitgliedern bescheinigte der Kanzler: «Mit solchen Leuten immer neu zu kämpfen, das ist ganz toll.» Erneut betonte der Kanzler, er habe seinen Wahlkampf gegen die «vermachteten Medien» geführt, die ihm kritisch gesonnen seien. «Ich habe Verständnis, dass es bei Euch Ängste gibt», sagte Schröder an die Journalisten gerichtet. «Aber bitte versteht, dass es bei mir manchmal Wut und Enttäuschung gibt.» Mögliche Koalitionsverhandlungen werde er nicht selbst führen, so Schröder. Er sei zwar seit 43 Jahren SPD-Mitglied, habe derzeit aber keine Funktion in der Partei inne. Den SPD-Verhandlungsführern empfahl er: «Beugt Euch nicht dem Machtanspruch der anderen Seite.» Auch er sei sich nicht immer siegesgewiss gewesen. (nz)
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