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Ein Drittel der Wähler noch unentschlossen
14. Sep 2005 16:58

Wahlplakate mit den Gesichtern der beiden Spitzenkandidaten Merkel (CDU) und Schröder (SPD).
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Foto: dpa
Noch immer wissen laut einer Umfrage mehr als 30 Prozent der Wähler nicht, welche Partei sie am Sonntag wählen sollen. 77 Prozent der türkischstämmigen Wähler neigen zur SPD.
 
Wenige Tage vor der deutschen Bundestagswahl sind noch immer mehr als 30 Prozent der Wähler unschlüssig. Das geht aus nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» hervor. Demnach sagten 44 Prozent, keine der Parteien sei wirklich überzeugend. Laut der Untersuchung halten zudem 41 Prozent der Befragten keinen Politiker für herausragend.

Mehr in der Netzeitung:
Wie bei Befragungen anderer Umfrageinstitute ergab sich auch bei Allensbach keine eindeutige Mehrheit für die großen politischen Lager aus Union und FDP einerseits sowie SPD, Grünen und der Linkspartei andererseits. Beide liegen nach wie vor gleichauf.

Ein Drittel will Schwarz-Gelb

Die Union kommt demnach auf 41,7 Prozent, die FDP auf 7 Prozent. Die SPD liegt bei 32,9 Prozent, die Grünen bei 7,2 und die Linkspartei bei 8,5 Prozent.

Damit würde eine Koalition von Union und FDP 48,7 Prozent erreichen, Rot-Grün plus Linkspartei hätten 48,6 Prozent. Nach der Allensbach-Umfrage wünschen sich aber 32 Prozent eine Koalition aus Union und FDP, 23 Prozent sind für eine große Koalition von Union und SPD.

Deutschtürken wählen SPD

Eine weitere Umfrage im Auftrag der türkischen Zeitung «Hürriyet» sieht ein Wählerpotenzial bei türkischstämmigen Deutschen für die SPD. Die Sozialdemokraten können demnach bei der Bundestagswahl am Sonntag mit 77 Prozent der Stimmen dieser Klientel rechnen. Viele Deutschtürken hätten die Sozialdemokraten bis vor kurzem noch kritisiert, sähen aber keine Alternative zur SPD, berichtete «Hürriyet» am Mittwoch.

An zweiter Stelle hinter der SPD liegen demnach die Grünen mit 9,2 Prozent der Stimmen. Die Werte für die anderen Parteien wurden nicht angegeben. «Hürriyet» befragte nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen mehrere tausend deutsch-türkische Wähler telefonisch. (nz)




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