myNZ - LoginProbeabo  |  Guided Tour  |  Login  
E-Mail an die Redaktion Politik

Zur Übersicht NEUWAHL 2005Zur Titelseite
Zur Übersicht SPEZIAL





 Verlagsbeilagen
 · Partnersuche
 » Verlagsbeilagen 


 Voice of
 Germany
 Bücher
 Cartoon
 Wetter


 Über uns
 Bilderschau
 NZ-Audio
 Stellenangebote
 Leserbriefe
 Mediadaten

Merkel gegen Kirchhofs Rentenpläne
31. Aug 2005 20:37

Paul Kirchhof
Bild vergrößern
Foto: dpa
Die Pläne vom Finanzministerkandidat der Union, Kirchhof, stoßen nicht nur bei der Opposition auf Widerstand. Auch in den eigenen Reihen werden Warnungen laut, die Wähler mit einer Rentendebatte zu verunsichern.
 
CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel hält die Rentenpläne ihres Finanzministerkandidaten Paul Kirchhof für undurchführbar. Kirchhofs Vorschlag «mag vor Jahren möglich gewesen sein, ist jedoch heute nicht mehr praktikabel», sagte Merkel dem «Kölner Stadt-Anzeiger» von Donnerstag. Merkel plädierte ausdrücklich dafür, die unter Rot-Grün aufgebaute Riester-Rente weiterzuentwickeln. Das umlagefinanzierte staatliche Rentensystem müsse «durch eine zweite Säule, nämlich die kapitalgedeckte private Altersvorsorge ergänzt werden», sagte sie dem Kölner Blatt. Hierfür will Merkel die Riester-Rente entbürokratisieren. «Je einfacher wir die Riester-Rente gestalten, desto besser wird sie von den Menschen angenommen», betonte sie.

Kirchhof hatte in einem Interview vorgeschlagen, die gesetzliche Rente radikal neu zu ordnen. «Wer Sicherheit im Alter haben will, muss selbst vorgesorgt haben», sagte das für Steuern zuständige Mitglied im so genannten «Kompetenzteam» der «Süddeutschen Zeitung». Wegen der schweren Finanzkrise der Rentenkasse müsse der Generationenvertrag auf eine neue Basis gestellt werden. Der Umstieg in eine kapitalgedeckte und private Altersvorsorge müsse jedoch staatlich flankiert werden, fügte er hinzu.

CSU warnt vor Rentendebatte im Wahlkampf

Mehr in der Netzeitung:
  • Empörung über Kirchhofs Rentenpläne 31. Aug 2005 15:21
  • Müntefering nennt Kirchhof «Exzentriker» 31. Aug 2005 08:52, ergänzt 09:40
  • Kirchhof für neues Rentensystem 30. Aug 2005 20:55, ergänzt 21:25
  • Kirchhof widerspricht CSU-Chef Stoiber 30. Aug 2005 08:51
  • Scharfe Kirchhof-Kritik von Eichel 29. Aug 2005 20:41
  • Auch in der CSU stößt Kirchhofs Vorstoß auf Ablehnung. Die Union habe sich einstimmig darauf verständigt, am umlagefinanzierten System und an der staatlich bezuschussten privaten Altersvorsorge mit der Riester-Rente festzuhalten, sagte der stellvertretende CSU-Vorsitzende Horst Seehofer im Gespräch mit «Spiegel Online». «Dabei soll es bleiben.» Seehofer warnte die Unionsparteien vor einer Rentendebatte. «Nach den bizarren Diskussionen der vergangenen Jahre in der Sozialpolitik sollten wir gerade bei der Rente in ruhigeres Fahrwasser kommen», sagte Seehofer. Es gebe kein anderes Sozialsystem, das so stark auf Vertrauen und Verlässlichkeit angewiesen sei wie die Rente.

    Sozialexperte Bert Rürup hält ebenfalls nichts von Kirchhofs Plänen. «Einen völligen Umstieg zur Kapitaldeckung will heute in Deutschland niemand mehr», sagte Rürup der «Tageszeitung». «Mit den Reformen der Regierungskoalition wurden die Weichen in die richtige Richtung eines mischfinanzierten Alterssicherungsystems gestellt.»

    Fünf Billionen erforderlich

    Das Bundesgesundheitsministerium hält Kirchhofs Pläne für unfinanzierbar. Die heute Aktiven müssten dann durch Beiträge und Steuern die grundgesetzlich geschützten Ansprüche der Rentner einlösen und zugleich eine eigene Altersversorgung aufbauen, sagte Ministeriumssprecher Klaus Vater in Berlin. Laut Vater wäre bei einer Umstellung nach Kirchhofs Vorschlag ein Kapitalstock von fünf Billionen Euro erforderlich, um die bestehenden Ansprüche im gesetzlichen Rentensystem zu finanzieren. Das entspreche dem Dreißigfachen des Sparvolumens privater Haushalte im vergangenen Jahr. «Allein dies zeigt, dass eine Umstellung nicht finanzierbar ist», sagte Vater. (nz)




    WEITERE NACHRICHTEN IM WEB SUCHEN:

     


    bwin Jetzt 10 EUR Wettbonus kassieren!


     

    « Mehr aktuelle Nachrichten aus dem Spezial NEUWAHL 2005
    Drucken
    Artikel versenden

    NZ-Suche
     


    Anzeige

    zum Seitenanfang


    Titelseite | Deutschland | Ausland | Wirtschaft | Vermischtes | Sport | Entertainment | Internet
    Feuilleton |  Wissenschaft | Auto & Technik | Arbeit & Beruf | Medien | Wetter | Reise | Spezial | Suche
    Podcast | RSS-Feed | NZ-Mobil | Die letzten 24h | Desktop-Schlagzeilen | Newsletter
    Leserbriefe | Leser Top 10 | Über uns
     

    Chefredakteure: Michael Angele und Matthias Ehlert  |  Impressum  |  Mitarbeiter  |  Kontakt  |  Mediadaten  |  Audio-News
     
    NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
    Alle Rechte © 2007 NZ Netzeitung GmbH
     
    IT & Security by Procado
     
    [ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
    Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.