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Nitzsche will nicht aufs «Vaterland» verzichten
24. Aug 2005 16:22
 |  Henry Nitzsche | | Foto: dpa |
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Trotz aller Kritik will der sächsische Bundestagsabgeordnete Nitzsche an seinem Wahlkampfslogan «Arbeit, Familie, Vaterland» festhalten. Gerade die Debatte über die Parole veranlasse ihn dazu.
Der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche will gerade wegen der Kritik aus allen Parteien an seiner umstrittenen Wahlkampfparole «Arbeit, Familie, Vaterland» festhalten. «Bis vorigen Dienstag wäre ich bereit gewesen, umzustellen oder statt Vaterland lieber Heimat zu sagen», sagte er der «Sächsischen Zeitung». Da ihm aber unterstellt werde, er habe die Parole von der rechtsextremen NPD, wolle er um die Begriffe kämpfen.
Nitzsches Slogan war von der NPD als Motto ihres Bundesparteitags im vergangenen Jahr verwendet worden. Ursprünglich stammt die Parole vom nazifreundlichen französischen Vichy-Regime. Das Vichy-Regime beteiligte sich während des Zweiten Weltkriegs unter anderem an der Deportation von Juden in Vernichtungslager. Nitzsche wies den Vorwurf zurück, mit Absicht eine rechtsextreme Parole zu verwenden. Er sei allerdings ein Patriot. Zur Frage, ob er die Herkunft des Slogans gekannt habe, machte Nitzsche widersprüchliche Angaben. Der «Lausitzer Rundschau» hatte er am Samstag gesagt, ihm sei bekannt gewesen, dass die Parole vom Vichy-Regime stammt. Auf einer Wahlkampfveranstaltung am Dienstag in Hoyerswerda schränkte er dagegen ein, er habe die Hintergründe des Vichy-Regimes nicht gekannt. (nz)
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