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Lupe Koch verteidigt Nitzsches «Vaterland»-Slogan

Hessens Ministerpräsident Koch hat den Wahlkampfslogan «Arbeit, Familie, Vaterland» des sächsischen CDU-Abgeordneten Nitzsche verteidigt. Die Kritik daran hält er für eine «typisch deutsche» Eigenart.

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat den sächsischen CDU-Bundestagsabgeordneten Henry Nitzsche in Schutz genommen. «Wir sind eine Partei, für die das Thema Vaterlandsliebe etwas Selbstverständliches ist», sagte der CDU-Politiker der «Rheinischen Post».

Die Debatte über Nitzsches Wahlkampfmotto «Arbeit, Familie, Vaterland» bezeichnete Koch als typisch deutsch. «Ich glaube, in keinem anderen Land wird mit diesen drei Begriffen eine Diskussion darüber stattfinden, ob das zulässig ist», sagte er.

Nitzsches Slogan entspricht der Parole des NPD-Bundesparteitags vom vergangenen Jahr und war in derselben Form während des Zweiten Weltkriegs vom nazifreundlichen französischen Vichy-Regime verwendet worden.

Breite Kritik
Deshalb hatten ihn Politiker aus SPD, FDP, Grünen und der Union sowie der Präsident des Zentralrates der Juden, Paul Spiegel, scharf kritisiert.

Koch sagte in Anspielung auf die Geschichte des umstrittenen Wahlkampfspruchs, man dürfe sich bestimmte Begriffe nicht abnehmen lassen. Auf ähnliche Weise hatte zuvor auch Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) den kritisierten Parteikollegen in Schutz genommen. (nz)