13.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
CSU-Chef Edmund Stoiber
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Ost-Schelte von CSU-Chef Stoiber bei einer Veranstaltung in Baden-Württemberg war Medienberichten zufolge kein Einzelfall. In Deggendorf verglich er Anhänger des Linksbündnisses mit Kälbern.
CSU-Chef Edmund Stoiber hat sich in mehreren Wahlkampfveranstaltungen kritisch über das Wahlverhalten der Ostdeutschen geäußert. Medienberichten zufolge attackierte Bayerns Ministerpräsident bei einer Kundgebung in Deggendorf am 5. August das neue Linksbündnis und verglich dabei PDS-Wähler mit Kälbern.
Wie das Magazin «Der Spiegel» berichtet, erzählte Stoiber in Niederbayern von seinen Auftritten in Jena und Eisenach, wo er die dortigen Zuhörer gefragt habe: «Seid ihr euch bewusst: Ihr habt hier Plakate mit Lafontaine. Und der Mann, der im Grunde genommen gegen die Wiedervereinigung war, den feiert ihr jetzt als Helden? Ja, seid ihr denn verrückt geworden? Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.»
Die Äußerung habe in Deggendorf Gelächter Bravo-Rufe ausgelöst, Stoiber habe dann hinzugefügt: «Ich bin mir nicht ganz sicher, ob alle das auf dem Marktplatz richtig verstanden haben. In Bayern mit Sicherheit.»
Auch der «Passauer Neuen Presse» bestätigten mehrere Teilnehmer das Zitat mit dem Kälber-Vergleich.
Eine Aussage Stoibers während einer Wahlkampfveranstaltung in Baden-Württemberg zum Wahlverhalten der Ostdeutschen hatte in dieser Woche heftige Proteste ausgelöst. Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel distanzierte sich von der Kritik an Ostdeutschland. (nz)