TV-Duell: «Schröder soll mit Mätzchen aufhören»: 

netzeitung.deStoiber will kein TV-Duell mit Schröder

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Bundeskanzler Gerhard Schröder (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bundeskanzler Gerhard Schröder
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Wenn Unionskandidatin Merkel absagt, würde Bundeskanzler Schröder auch mit CSU-Chef Stoiber zum zweiten TV-Duell antreten. Der jedoch hält nicht viel davon.

Am Montag hat Regierungssprecher Béla Anda (SPD) noch angekündigt, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder auch allein im Fernsehen auftreten würde. Nun hat der Regierungschef selbst einen weiteren Kompromissvorschlag unterbreitet. «Mein ernsthafter Vorschlag wäre: Wenn Frau Merkel keine Zeit hat, soll sie doch Herrn Stoiber zum zweiten Duell schicken», sagte er der «Passauer Neuen Presse».

In «Bild» reagierte Stoiber am Dienstag abweisend auf den Vorschlag des Kanzlers. Er stehe für ein Fernseh-Duell mit ihm nicht zur Verfügung. «Schröder soll mit den Mätzchen aufhören und sich mit der Kanzlerkandidatin auf das TV-Duell verständigen», sagte der bayerische Ministerpräsident.

Elefantenrunde statt TV-Duell
Die CSU unterbreitete unterdessen bereits einen eigenen Vorschlag. In «Bild» forderte der CSU-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag Joachim Hermann eine «Elefantenrunde» mit allen Parteichefs der im Bundestag vertretenen Parteien. «Dies würde diesen völlig überflüssigen Streit auflösen», sagte Hermann. Eine Beteiligung der «Linkspartei» schloss er jedoch aus, «da sie ja im Bundestag nicht vertreten ist», sagte der Unionspolitiker.

Verweigerungshaltung aufgeben
In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa forderte hingegen SPD-Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel am Dienstag die Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel auf, sich nicht gegen ein zweites Rededuell zu sperren. Bei der Bundestagswahl vom 18. September gehe es um eine «wichtige Richtungsentscheidung», sagte Wasserhövel. Daher täte Merkel gut daran, «vor einem Millionenpublikum ihre Auffassungen darzulegen».

Eine endgültige Entscheidung zur Frage der TV-Duelle soll an diesem Mittwoch bei einem gemeinsamen Gespräch zwischen Vertretern der öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Anstalten und der beiden Kanzlerkandidaten getroffen werden. (nz)