Linkspartei muss um Zulassung fürchten
Die Landeswahlausschüsse unter dem Vorsitz der Landeswahlleiter müssten daher bei jeder einzelnen Liste den juristischen Tatbestand prüfen, ob sich darauf eine oder mehrere Parteien befinden. Geplant ist, dass auf den Listen der Linkspartei auch Mitglieder der WASG aufgestellt werden. So soll etwa in Nordrhein-Westfalen der frühere SPD-Chef Oskar Lafontaine die Liste der Linkspartei anführen.
PDS-Wahlkampfleiter Bodo Ramelow hatte berichtet, der Bundeswahlleiter habe signalisiert, Nicht-PDS-Mitglieder dürften nur in «homöopathischen Dosen» auf den Listen auftauchen.
Die letzte Entscheidung könnte bei Hahlen selbst liegen. Denn bei Beschwerden gegen die an sich unabhängigen Landeswahlausschüsse landet der Fall vor dem Bundeswahlausschuss, dem Hahlen vorsitzt.
Bei allen Entscheidungen würden er und die Landeswahlleiter strikte Neutralität wahren, versicherte Hahlen, der selbst der CDU angehört: «Der Blick auf die politischen Folgen ist selbstverständlich unzulässig.» (nz)

