26.06.2005
Herausgeber: netzeitung.de
PDS fordert von der WASG klare Abgrezung gegen rechts
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In PDS und WASG sei kein Platz für Rechtsextremisten, hat PDS-Wahlkampfchef Ramelow betont. Deshalb müsse sich die WASG klar dagegen abgrenzen.
Die PDS hat von der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) gefordert, sich eindeutig von rechtsextremistischen Tendenzen abzugrenzen. Außerdem müsse die WASG Unterwanderungsversuche durch Rechtsextremisten stoppen. «Neonazis, Rechtsextremisten und Rassisten haben weder in der PDS noch in der WASG einen Platz», sagte PDS-Wahlkampfleiter Bodo Ramelow.
PDS und WASG planen, sich noch vor der Bundestagswahl unter dem Titel «Linkspartei» zusammenzuschließen. Der kürzlich in die WASG eingetretene ehemalige SPD-Chef Oskar Lafontaine hatte für Aufregung gesorgt, als er in einer Rede ausländische Arbeitnehmer als «Fremdarbeiter» bezeichnet hatte.
Von Rechtsextremisten unterwandertAm Samstag hatte der NPD-Chef Udo Voigt zugegeben, die WASG sei gezielt von Rechtsextremisten unterwandert worden. Ziel sei gewesen, dort rechte und nationale Positionen durchzusetzen.
«Etwaige Unterwanderungsversuche haben keine Chance», erklärte Ramelow. Er weise «in aller Entschiedenheit» Versuche der NPD zurück, die Kooperation zwischen PDS und WASG zu stören.
Kritik an LafontaineDie PDS-Abgeordnete Petra Pau zeigte sich besorgt, dass sich Rechtsextremisten von politischen Forderungen der WASG angesprochen fühlen könnten. Der «Berliner Zeitung» sagte sie, die Verantwortlichen in der WASG müssten absolute Klarheit schaffen, dass sie solches Gedankengut ablehnten.
Sie kritisierte Pau die jüngste Äußerung Lafontaines, der sich in einem Interview gegen einen EU-Beitritt der Türkei ausgesprochen hatte. «Ich habe hier einen wachsenden Klärungsbedarf, auf welcher Grundlage wir antreten», sagte Pau. (nz)