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Israelische Minister fordern Bombardierung Gazas

10. Feb 2008 14:55
Israels stellvertretender Ministerpräsident Ramon will 'zurückfeuern'
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Nach Raketenangriffen aus dem Gazastreifen werden die israelischen Drohungen immer aggressiver. Innenminister Schitrit will, dass ganze Wohnviertel «ausgelöscht» werden.

Israelische Minister haben angesichts dauernder Raketenangriffe militanter Palästinenser noch härtere Militärschläge im Gazastreifen gefordert. Während der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem sagte Innenminister Meir Schitrit am Sonntag, die Armee müsse als Abschreckungsmaßnahme Wohnviertel in Gaza «auslöschen». Die Einwohner sollten allerdings vorher gewarnt werden. Der stellvertretende Ministerpräsident Chaim Ramon nannte die Kassam-Raketenangriffe aus dem Gazastreifen nach Medienberichten ein «Kriegsverbrechen». Israel habe das Recht zurückzufeuern.

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Mehrere Minister sprachen sich auch für eine Wiederaufnahme der gezielten Tötungen von Führern militanter Palästinenserorganisationen aus. Der Hamas-Führer Ismail Hanija sei ein «legitimes Ziel», sagte Schitrit nach israelischen Medienberichten. Ministerpräsident Ehud Olmert rief hingegen zur Mäßigung auf und betonte, Zorn sei kein politisches Programm. Man werde weiter gegen militante Palästinenser vorgehen, betonte er. Die israelische Zeitung «Maariv» berichtete am Sonntag, der Generalstabschef habe die Armee angewiesen, eine Bodenoffensive im Gazastreifen vorzubereiten.

Wütende Einwohner von Sderot blockierten am Sonntag die Einfahrt nach Jerusalem. Am Samstag waren bei einem Raketenangriff in der Grenzstadt zwei Brüder im Alter von 19 und acht Jahren schwer verletzt worden. Die Ärzte mussten ein Bein des Achtjährigen amputieren. Am Freitag und Samstag schlugen insgesamt etwa 40 Kassam-Raketen im israelischen Grenzgebiet ein.

Am späten Samstagabend kam bei einer Serie israelischer Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen ein Mitglied der radikalislamischen Hamas ums Leben. Nach Angaben palästinensischer Augenzeugen und Rettungssanitäter wurden etwa zehn Menschen verletzt. Zudem seien schwere Schäden an Gebäuden entstanden. (dpa)

 
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