Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Israel bestätigt Angriff auf Syrien im September

02. Okt 2007 19:17
Unter Beschuss genommenes Dorf
Bild vergrößern
Fast einen Monat nach einem Angriff israelischer Kampfflugzeuge auf ein Ziel in Syrien hat Israel die Attacke erstmals zugegeben. Bislang hatte Israel Berichte über den Angriff unter Militärzensur gestellt.

Fast einen Monat nach einem Angriff israelischer Kampfflugzeuge auf ein Ziel in Syrien hat Israel am Dienstag die Attacke erstmals zugegeben. Bislang hatte Israel Berichte über den Angriff am 6. September unter Militärzensur gestellt. Israelische Medien hatten darüber nur unter Berufung auf ausländische Medien berichtet. Die israelischen Streitkräfte nannten allerdings auch am Dienstag keine weiteren Einzelheiten des Angriffs.

Mehr in der Netzeitung:
So blieb weiter unklar, was genau Israel bombardiert hatte und mit welchem Erfolg. All diese Details stünden weiter unter Militärzensur, hieß es in Tel Aviv. Syrien hatte den Angriff scharf verurteilt, zugleich aber dementiert, dass dabei in Betrieb befindliche militärische Anlagen getroffen worden seien. In US-Medien war darüber spekuliert worden, dass das israelische Bombardement einem Ziel gegolten habe, das mit einer geheimen nuklearen Zusammenarbeit zwischen Syrien und Nordkorea im Zusammenhang gestanden habe. Beide Länder wiesen aufs entschiedenste zurück, dass eine derartige Zusammenarbeit existiert.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hatte am Montag in einem BBC-Interview erklärt, der Angriff beweise «Israels instinktive Antipathie gegenüber einem Frieden». Syrien behalte sich das Recht auf eine «angemessene Antwort» vor, die nicht unbedingt militärischer Natur sein müsse, hatte er hinzugefügt. Al-Assad bekräftigte, dass lediglich eine nicht mehr genutzte Militäranlage angegriffen worden sei.

Israel schloss indes die Freilassung von 86 palästinensischen Gefangenen ab. 29 Häftlinge wurden am Dienstag in Bussen zum Grenzübergang Eres am nördlichen Ende des Gazastreifens gebracht und dort abgesetzt, wie Augenzeugen berichteten. Als zahlreiche Menschen, die auf die Freigelassenen warteten, auf den Übergang zudrängten, feuerten israelische Soldaten Schüsse ab. Ein palästinensischer Fotograf wurde verletzt.

Am Vortag hatte die israelische Gefängnisverwaltung 57 Gefangene an die Grenze zum Westjordanland gebracht. Die meisten der Freigelassenen gehören der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas an. Mit dieser Geste will ihm Israel im Machtkampf mit der radikalislamischen Hamas politisch den Rücken stärken. Abbas trifft an diesem Mittwoch in Jerusalem erneut mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert zusammen. Die inzwischen regelmäßigen Begegnungen der beiden Spitzenpolitiker dienen der Vorbereitung einer im November geplanten internationalen Nahost-Konferenz. (dpa)


 
DruckenVersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Koalition einigt sich bei Online-Durchsuchung: 
BKA-Trojaner erhält Verfallsdatum
Trauerfeier zu Afghanistan-Soldaten: 
Jung würdigt Verdienste «gefallener Soldaten»
 
Anschlagsserie mit Dutzenden Toten: 
13-Jährige sprengt sich im Irak in die Luft
Nach dem Tod von acht Zivilisten: 
Syrien kritisiert «Aggression» der US-Armee
 
«Außergewöhnliche Umstände»: 
Merkel und Sarkozy wollen Stabilitätspakt lösen
Alternative Energien, alternative Lieferanten: 
Brüssel macht sich auch für Atomkraft stark
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.