netzeitung.deIsrael vor «breit angelegtem» Einsatz in Gaza

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Ehud Barak droht mit einem großen Militäreinsatz (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ehud Barak droht mit einem großen Militäreinsatz
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mindestens acht Menschen sind bei israelischen Angriffen im Gazastreifen ums Leben gekommen. Für Verteidigungsminister Barak ist das erst der Anfang - wegen des fortgesetzten Raketenbeschusses durch die Palästinenser.

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind am Mittwoch mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Israel erklärte, es reagiere damit auf den anhaltenden Raketenbeschuss aus dem palästinensischen Gebiet. Verteidigungsminister Ehud Barak sprach erstmals von einer bevorstehenden größeren Militäroperation. «Wir kommen einem breit angelegten und komplexen Einsatz im Gazastreifen näher», sagte der Minister im Armeeradio.

In Militärkreisen hieß es jedoch, eine solche Operation werde es vermutlich erst in einigen Wochen geben. Vergangene Woche hatte Israel das palästinensische Gebiet zum feindlichem Gebiet erklärt. Bei einem Luftangriff und einer Bodenoperation der israelischen Streitkräfte im Gazastreifen wurden mindestens acht Menschen getötet und 25 Palästinenser verletzt, wie Krankenhausmitarbeiter mitteilten.

Raketen abgefangen
Die Luftwaffe zerstörte in der Stadt Gaza einen Jeep mit vier palästinensischen Extremisten. Nach israelischen Angaben transportierte der Wagen abschussbereite Raketen. Die Opfer gehörten zur Gruppe Armee des Islams, die an der Entführung eines britischen Journalisten der BBC und der Verschleppung des israelischen Soldaten Gilad Schalit beteiligt gewesen sein soll. Bodentruppen drangen zudem bei Beit Hanun in den Gazastreifen ein.

Augenzeugen berichteten, das Geschoss eines Panzers sei zwischen zwei Häusern gelandet. Soldaten hätten auch mit Maschinengewehren geschossen, die auf den Panzern befestigt gewesen seien. Dort kamen nach palästinensischen Angaben ebenfalls vier Menschen ums Leben. Auch in Bethlehem im Westjordanland beschlagnahmten palästinensische Sicherheitskräfte zwei Raketen, die noch nicht mit Sprengstoff bestückt waren, und übergaben sie den israelischen Streitkräften.

Grenze zum Laubhüttenfest dicht
Vor dem einwöchigen jüdischen Laubhüttenfest Sukkot riegelten die israelischen Streitkräfte den Gazastreifen und das Westjordanland auf unbefristete Zeit ab. Zur Begründung wurde eine bedeutende Terrorbedrohung während der Feiertage genannt. Das Laubhüttenfest begann am Mittwoch bei Sonnenuntergang. (AP)