Bewegung im Fall des entführten Israeli
08.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Israel sei mit ägyptischer Hilfe eine Liste von palästinensischen Gefangenen übergeben worden, deren Freilassung gefordert werde, so Barhum. Der Ball befinde sich nun auf der israelischen Seite. Nach palästinensischen Angaben fordert Hamas weiterhin die Freilassung von insgesamt mehr als 1000 Gefangenen.
Ein ranghoher Regierungsvertreter in Jerusalem bestätigte dem israelischen Rundfunk ebenfalls Fortschritte, betonte jedoch, der Weg bis zu einem umfassenden Häftlingsaustausch sei noch weit.
Israelische Medien berichteten am Sonntag über eine Liste mit den Namen von 450 palästinensischen Häftlingen, die in einem ersten Schritt im Rahmen des Tauschhandels freikommen sollen. Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet prüfe jeden Fall einzeln.
Der israelische Soldat war am 25. Juni 2006 verschleppt worden. Drei militante palästinensische Organisationen hatten einen Militärposten in der Nähe des Gazastreifens überfallen und den damals 19-jährigen Panzersoldaten in den Gazastreifen entführt.
In Hebron im Westjordanland wurden am Sonntag zwei israelische Grenzsoldaten zum Teil schwer verletzt, als ein Palästinenser mit einem Messer auf sie einstach. Der Angreifer sei danach von einem anderen Soldaten durch Schüsse verletzt und festgenommen worden, meldete der israelische Rundfunk. (dpa)

